Ausübung der Apothekerkunst; Anhang. 669
w»rken selten merklich und sichtlich; ausgenommen bei man«chen «ibesbeschaffcnheilen verursacheil sie eine oder zwo Bewe-gungen.
In dielen Fällen bei Hautausschlagen ist diese Arznei nütz-lich; allein der zur Verfertigung derselben mitgetheilte Proceßenthält einige unnothige und unbedeutende Umstände. Allein,ohne-sich dabei aufzuhalten, so theilet uns der Verfasser desgeöffneten Laboratoriums folgeudcn Proceß mit, der eine Arz.nei liefert, die alle die Vortheile des Dr. waro'« seiner be»sitzt, und doch von den unno'chigen Umständlichkeiten, die ervorschreibt, frei ist.
Eine leichtere und geschwindere Fubercitnngsart von Dr.Xvard« weisien Iropftn.
Man niml reinen Ealpetergeist, (wie er zum Verguldengemacht wird. Herrn ward'» Vorschrift gibt e»n Aauaforc;und gleichwohl will man nach den augenscheinlichen Grund-säßen des Processes einen reinen Ealpetergeist haben,) sechs»zcbcn Unzen, und thut ihn in eine Phiole; setzt nach und nachsieben Unzen flüchtiges Laugensali hinzu; alsdann vier Un;enQuecksilber, und setzt die Phiole in ein Sandbad von gellnderHitze. Wenn diese Menge Quecksilber aufgelost ist, verstärktman die Hitze ein wenig, und trägt mehr Quecksilber, wenigauf einmal', hinein, bis man siebet, daß die Flüßigfeit nichtmehr auf selbiges würken will. Alsdann gießet man dieAufto»sung in einen gläsernen Kolben, mit einer weiten Oeffnung,und dampfet es ab, bis sich das Salz anfängt zu bilden. Nun-mehro setzt man es an einen kalten Ort zum KrpsiMsiren; undnachdem sich alles Salz, das anschießen will, gebildet hat, sogießt man die Mutterlauge ab, und läßt das Salz trocken lie-gen, bis alle Feuchtigkeit davon abgesondert ist. Die Mutter-lauge dämpfet man von neuem ab, wobei eine frische MengeSalz anschießen wird, das auf die nämliche Art behandeltwerden muß. Alles auf diese Art erhaltene Salz thut man ineinen gläsernen Kolben, und zu jedem Pfunde drei Pfunde Ro-senwasser, oder von jedem andern reinen Wasser. Läßt denKolben in einem Sandbade bei solcher Hitze stehen, daß esnicht kochen kann, bis sich alles Salz wieder aufgelösethat.
Um die Auflösung des flüchtigen Salzes und Quecksilberszu machen, muß die Phiole einen engen Hals haben, in wel»chen man ein Stück locker zusammengerolltes Papier hinein-steckt, um die Dämpft innen zu hallen. Wenn sich währendder Arbeit Salz gebildet hat, das nicht gut aus der Phiole
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