Ausübung der Apothekerkunsi. Anhang. 667
dmßig Stunden lang an; laßt es alsdann ausgehen, undwenn <liles ka.t geworden, wird man das stärkste Aquaforthaben. ^)>ese6 chui man m eine genau zugestöpselte Bouteille:läßt es sechs bis acht Tage lang stehe» (je langer je besser) da-mit es sich digerire.
Dieses Aquafort thut man in eine gläserne Retorte, diehis zur Hälfte oder bis auf zwei Dritthcile damit angefülltsey; legt sie m den Sandofen und macht eine Vorlage vor. dieeben mcht sehr weit seyn darf: man macht ein mittelmäßigesFeuer, bis das Aquafort in die Vorlage herübergcgangen,und blos .lnc draunrcthlicheErde zurückgeblieben ist, die durchdie Heftigkeit des Feuers bei der ersten Destillation mitübcrge«geuieben worden. Auf solche Art erhalt man ein sehr starkesund reines Aquafort-
(Da ich niemals habe ein Aquafort bekommen können,das sich zurVerfertigung gesagter Tropfen geschickt hatte, aus-ser wenn ich es selbst machte; so habe ich hier einen richtigenund vollständigen Proceß zu Verfertigung desselben mittheilenwollen.)
Man nimt von diesem rektificirtcnAquafort eine beliebigeMenge; thut es in eme weite langhalsigte Phiole, aber nichtüber den, vierten Theil angefüllt. Alsdann nimt man vomreinsten uiU> feinsten flüchtigen Salmiak, bei welchem nicht dasgeringste von einem sauren Salze, oder Kalk ist.
(Da ich dieses flüchtige Salz gemeiniglich fertig gemachtgekauft habe, und nicht zweifle, daß man es rein und acht inApochctarn's Hall bekomme; so habe ich hier den Proceß zuVerfertigung desselben weggelassen- Ich habe es von dem Ehe-misten, Herrn Gc>0ftey gekauft)
Zu sechszchcn Unzen des vorigen Aquaforts in der Phio«le, nimt man sieben Unzen des gedachten flüchtigen Salmiaks,und thut es, eine halbe Unze auf einmal, in die P>,iole zumAquafort, und versiovft so gleich die Ocffnung der 'Phiole, bisdie Fmmntation vorüber ist; jedoch nicht ganz genau, son-dern daß ein kleiner Luftzug noch bleibt, damit nicht etwa dieLuft, die durch die heftige Gahrung verursacht wird, das Glaszersprenge- Wenn aller Salmiak hineingetragen ist, so laßt«ncm es zwo bis drei Stunden lang stehen, bis sich die Dam»pfe geleqt haben.
(NU Dieses ist das richtige und genaue Verhältniß;wenn die Arbeit bei Vcrftnigung des Aquaforts gehörig ver,richtet worden, und der flüchtige Salmiak gut und rein ist.)Nun thut man es in eine kleinere Phiole, halb angefüllt,und setzt es in eine mäßige Sandhiße; wenn es durchwärmtist, t'mt man vier Unzen vom feinsten Quecksilber zu jedesPfund (an sechszchin Unzen) von der Auflösung; und laßt es
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