546 Ausübung der Apothekerkunst. Fünftes Buch.
Brnstpillen.
Man nimt pulverisirte Alantwurzel, Veilwmzcl, Süß»holz, von iedem einen Scrupcl; Safran, Btnzocblümen,von iedem einen halben Scrnpel; weißen Zuckerkant, zweenScrupel.' Schwefelbalsam mitAnies, soviel, als hinläng«lich ist.
In Engbrüstigkeiten, keichenden Husten, und allen Lun-genverstopfungen, pflegen diese Dienste zu thun. Cic kön-nen, drei Stück auf einmal, täglich zweimal genommen werden.
3>ie heiligen Pillen.
Man nimt Gummi Guaiak, und Harz von deni nämlichenHolze, von iedem anderthalb Quentchen; Oel V2N dem ülm-Üchen, zwanzig Tropfen; Peruvia »ischen Balsam, st viel,als hinlänglich ist, es in Pillen zu bringen.
Diese sind für solche erfunden , die sich aus den gewöhn«liehen Holztränkcn nichts machen, und sind zu cl'cn diesen Ab-sichten gut, um die übersteigen Feuchtigkeiten auszutrocknen,die Ausdünstung zu befördern und das Blut zu vcrsnßm,Sie können, drei <^?tück auf einmal, täglich zweimal, genom-men werden-
?ilu!ae 1°ollN3N2e.Lolutaniscke Balsampille».
Man nimt Balsam von Tolu, ein Quentchen; GummiGuaiak, zwei Qucntchell; Benzoeblumen,Peruvlanischen Bal-sam, von iedem ein halbes Quentchen; Wacholders!, achtTropfen. Macht es mit hinlänglichem Eigelben zu Pillen-
Diese kommen ziemlich mit den vorigen überein; sind-aber etwas weniger absorbirend und mehr balsamisch. Siesind gut, nicht nur wo man eine angehendeVerschwärung aufder Brust argwohnet, sondern auch für die Uringange, undsind herrlich in der Gonorrhöe. Sie können alle Morgenund Abende, drei oder vier Stück auf einmal, genommenwerden.
?i!ul»e contra catarrtmm.
Pillen lviver den Sckl-uppen.
Man niMt Rufus Pillen, ein Quentchen; Etoraxpillen,ein halbes Quentchen; Aniesöl, drei Tropfen. Macht dar-«us zwanzig Pillen.