Ausübung der Apochekerkunst. Fünftts Buch. 545
chen; Safran, Bernsicinsalz, Benzoeblumen, von jedem einHalbes Quentchen; balsamischen Enrup, so viel als zurei-chend ist, um acht und vierzig Pillen daraus zu machen.
Diese sind, wie die vorhergehenden, zudem nämlichen gut,und zugleich etwas reinigend, so, daß sie in vielen Nervmzu«fällen, wobei oftmals Engbrüstigkeiten mit sind, Dienste thun.Es tonnen drei Stück auf einmal genommen, und täglich drei«bis viermal wiederholet werden.
Oder: Man nimt Kellerwürmer, drei Quentchen: durch«geseihetes Gummi Ammoniak, anderthalbes Quentchen; Ben-zoeblumen, ein Quentchen; Safran und Peruvianischen Bal«sam, von ieoem eine» Scrupcl; Schwefelbalsam, so viel, alshinlänglich ist.
Oder: Man nimt Schwefelblumen und Benzo'e, voniedem ein halbes Quenichcn; Safran einen Scruvel; durch«gefecheles Gummi Ammoniak, ein Quentchen; gemeinen Teer,so t»el, als hinlänglich ist, es in Pillen zu bringen.
Diese pflegen große Diensie zu thun, wo die Lungen an-fangen mit zähen oder scharfen Säften angefüllt zu werden:und benehmen das kurze trockne Hüsteln, welches ein Zeichender Knoten und angehender Geschwüre ist. Sie müssen, dreiEiück auf einmal, taglich zwei- bis dreimal genommen, undjedesmal ein schickliches Brusttränkchen hinterher getrunkenwerden-
?ilul«e üilegä'enle».Gileadsche Balsampillen.
Man nimt pulvcrisirten weißen Zuckerkant, zwei Quent«chcn; die kalten Gummi Tragantspccies, ein Quentchen; '^al»sam von Tolu, zween Scruvel; Benzoeblumen, einen Scru«pel; Balsam von Gilead, so viel, als hinlänglich ist. Oder:
pilulae cum 8perm2t2 (Üen.wallrachpiUen.
Man nimt Wallrath, ein Quentchen; pulvcrisirten weis«sen Zuckerkant, zwei Quentchen; reibet es wohl unter einander,und bringt es alsdann mit einer hinlänglichen Menge Bal»samsyrup, vermittelst einer warm gemachten Pistille, in Pillen.
Diese sind nicht blos balsamisch und erweichend, in Ab«ficht auf die Lungen, sondern auch gut zur Heilung der Wun»den und innerlicher Versehrungeu oder anderer Verletzungen;und sind überaus schicklich und zuträglich nach der Entbin«düng. Wenn Personen das Wallrath unter keiner andernGestalt nehmen können; so tonnen hiervon drei bis vier Stückauf einmal, taglich zweimal, gegeben werden.
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