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Ausübung der Apothekerkunsi. Fünftes Buch. 469

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find, oder eine Anlage zu scrophelartigenund aussätzigen Easiteil haben, und dadurch in eine Hektik, oder schleichendes Fie»ber, verfallen sind. Es kann als ein gewöhnliches Getränkgebraucht werden.

Insulin Iil»er3N5.l3in Aufguß, ö.iderang genannt.

Man nimt geraspeltes Sassafras, zwo Unzen: Franzo-senholz, eine Unze; Süßholz, drei Unzen; geflossenen Korian«dersamen, sechs Quentchen; laßt es mit einem Maas Kalk»Wasser, zwei bis drei Tage lang, kalt aufgegossen stehen

Dieses ist mchr austrocknend, als voriges, und wirdauf die nämliche Art und in gleichen Fallen gebraucht. Bei«dc sii!^ als gebrauchliche Arzneimittel in unsern öffentlichenHospitälern bekannt.

Insulin Vlticarum.Nesselaufgnß.

Man nimt frisch gesammelte Nesselwurzeln, vier Unzen;von ihrem Kraute zwo Unze», und vom Samen, nebst Möh«rensamen, Anies und Kümmel, von jedem eine halbe Unze;Kalkwasser, vier Pfunde; setzt es, genau zugestöpselt, zwölfStunden lang, aufgegossen auf einen warmen Ofen; g.eßetdie klare Flüssigkeit ab, und löset in acht und zwanzig Unzendavon zwo Unzen Arabisches Gummi auf, zwei und dreißigGrane rohen Alaun und vier Unzen Diakodium.

Im Harnflusse und blutigen Urine, oder Geschwüren inden Uringangen, gibt man vier Unzen auf einmal, und wie«Verholet es, nachdem die Zufalle dringend sind.

Insulla K«l»rum comzivl^tn.Zusammengesetzter Aufguß von rothen Rosen.

Man nimt rothe Rosenblatter, und Granatapfelblüten,von jedem zwci Quentchen; Eichenrinde, eine halbe Unze:Quellwasser zwei Pfunde; laßt es zwölf Stunden lang warinaufgegossen stehen, seihet es alsdann durch, und thut vierUnzen Gersicnzimmetwasser und eine hinlängliche Menge weis«scn Zuckers, darzu.

Dieses ziehet stark zusammen, und muß mit Vorsicht ge«braucht werden-

3uccuz 26 ^aemorrlioiäe^

Ein Saft, die fließende goldne Ader 5« stopfen.

Man nimt gereinigten Schafgarbensaft, ein Pfund; mi-schet ihn, zum Gebrauch, mit zwei Quentchen Zucker.