Ausübung der Apothekerkunst. Fünftes Buch. 467
Dieses wird auch bei Auszehrungen, wie voriges, em-pfohlen, um es taglich zwei- bis dreimal, etwas warm, mitMllch zu trinken.
Rreidenemulsie,».
Man nimt fein pulverisirte weiße Kreide, drei Unzen;Gcrsienwasser, drei Pfunde,- kocht es bis auf zwei ein.Nachdem es kalt geworden, macht man es mit den vier grös.fern kalten Samen, von jedem zwei Quentchen, und mit achtsüssen Wandeln, zu einer Emulsion; alsdann thut man dreiQuentchen fein pulverisirte Kreide, und eine Unze Perlzuckcrdarzu, oder so viel als zum angenehmen Geschmack hinlang'lich ist.
Dieses gibtbei einem Durchfalle ein angenehmes Arzneimit-tel ab; beim Säte« aber ist ganz unüberlegt Diakodium mitve» ordnet, welches die Arznei ekelhaft macht; und das im er«forderlichen ^all in einem andern Vehikel gegeben werden kann.Diesen Fehler aber begehe» sehr viele, aus Mangel einer bes-sern Kenntniß von der officincllen Behandlung. Es muß beimjedesmaligen Einnehmen umgeschüttelt werden, welches tag«lich zwei- bis dreimal, zu vier Unzen auf einmal, geschehenkann. Es ist auch ein untrügliches Hülfsmittel beim Sod-brennen, das meistens augenblicklich hilft.
Tmulllo cum d. (ü. d.Emulsion mit gebranntem Hirschhorn.
Man nimt vom weißen Tränke, zwei Pfunde; süsse ab-gezogene Mandeln, weißen Mohnsamen, von jedem eine hal-be Unze; macht daraus e»>e Emulsion, und thut, nachdemsie dur^geseihet worden, zwo Unzen starkes Zimmetwasser,und eine Unze, oder so viel, als hinlänglich ist, feinen Hut-zucker darzu.
Dieses besitzt die Eigenschaften des weißen Tranks, istaber mehr erweichend und daher bei sehr scharfen Säfte vor«zuziehen.
Nmullic» üvpric».lLine «köpfende Emulsion.
Man nimt klein geschnittene Schwarzwurzel, vier Unzen;lockt sie in drei Pfunden Wasser bis auf zwei ein; seihet dieFlüssigkeit durch, und macht daraus mit abgezogenen süßenMandeln, weißm Mohn-und Bilsenkrautsame», von jedemeine halbe Unze, und mit einer hinlänglichen Menge weißen?»ckers, eine Emulsion, in welcher man ein Quentchen Sal«