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2 (1785)
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466 Ausübung der Apothekerkunst. Fünftes Buch.

die sich weit besser auf eine andere Art nehmen lassen, wennsie zu gleicher Ze<t nöthig sind. Dieses wird als ein gewöhn,liches Gecränk, oder zwei« bis dreimal täglich gebraucht, inden meisten Krustkrankheiten, ja so gar bei gewissen Auszch,rungen , wofür es ein gutes Arzneimittel ist.

Oecoilum l^imacum.Sclineckendekockt.

Man nimt von ihren Hausern gereinigte Gartenschnecken,an der "Zahl zwölf Stück; frische rothe Kuhmilch, zwei Pfuu-de; kocht es auf ein Pfund ein; und thu^ eine Unze Rostn»Wasser und eine halbe Unze Zuckcrkant darzu.

Es läßt sich dieses schwer bis auf die Hälfte einkochen;weil es leicht überlauft oder anbrennt, und daher bestandigumgerühret werden muß. Diese Menge ist alle Morgen zutrinken verordnet, und ist in Auszehrungen ein herrlichesWiederherstcllungsmittcl, besonders für junge Personen, dienicht durch Ausschweifungen in diesen Zustand verfallen sind.

Oecoitum Hntiplndillcum.Trank wider Angedrungen.

Man nimt getrocknete große Gänseblumen, eine Handvoll; rein gewaschene Schnecken, an der Zahl drei; überzöge»ne Roscndisielwurzel, eine halbe Unze; Perlgersie, zwo Un»zen; kocht es in einem Pfunde Qucllwasser bis auf ein halbPfund ein, und seihet es alsdann durch, zum Gebrauch.

Dieses vcrtrit die Stelle einer überaus gelinden und heil»samcn Nahrung, die einer schwächlichen Leibesbeschaffenheitkeine Beschwerde verursacht, und daher in Auszehrungen, hek-tischen Fiebern, Nachtschweißen, u s. w. dienlich ist. DerPatient muß vier Unzen davon mit eben so viel Milch, zwei»mal des Tages, warm trinken.

vecuölum d^lsamicum.Balsamiscker Trank.

Man nimt gelernte und klein geschnittene Malaggarosinen,zwo Unzen; Chinawurzeln, Sarsaparille, Süßholz, von je-dem eine halbe Unze; geraspeltes Hirschhorn und Elfenbein, vonjedem zwei Quentchen; St, Iohänniskrautspitzcn, eine Handvoll: kocht es in abgeklärten Gerstenwasser, in drei Pfunde»davon bis aufdreissig Unzenein, und thut, wenn es zur Hälf-te eingekocht ist, drei Quentchen Balsam von Tolu darzu;nachdem es kalt geworden, seihet man es durch, und thut zwoUnzen Himbeerensyrup darzu; und mischet es i«m Gebrauch.