4IQ Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch.
mahlnen und! ausgepreßten St. Iohanniskrautsamcn mit demZusätze von geholig in der Sonne zusammen macerirten Ct.Iohanniskrautbmmen, verfertiget.
Oleum I>umd»Ieolum.Regenwürmerol.
Man nimt Regenwürmer, ein halbes Pfund; wäschctsie vorher in verschiedenem Wasser und alsdann in weißemWeine ab, in welchem mau sie eine Stunde lang stehen lasset.Hierauf gießt man den Wein ab, und thut sie in ein Doppel»gefaß; gießet zwei Pfunde Oel, und ein halb Pfund weißenWein dran; kochet es, bis der Wein alle verzehret ist, undseihet das Oel durch ein leinen Tuch zum Gebrauch durch.
VIeum Wcotiiln«.Tadncksil.
Man nimt Tabakssaft und gemeines Oel, von ieden,gleiche Theile, und locht es in einer Wasserbadhitze, iunst-gemäs-
vleum ?«p2uerl«.Mohnöl.
Dieses wird aus den Blumen, Köpfen und BlätterndesGartcnmohns mit Olivenöl, auf die nämliche Art, wie dasDillöl, gemacht.
Visum Knraceum., Ramcnöl.
Wird aus dem geflossenen Kraute mit Olivenöl, wiedasRosenöl verfertiget.
Oleum LZdmae.Sevenbaumol.
Wird auf die nämliche Art gemacht.
NIeum samducinum.Hollunderäl.
Wird, wie das Rosenöl, aus den Blumen und Oel be«reitet.
Man trift in einigen alten Apothckcrbüchern noch vieleandre Vorschriften an von einfachen Oelcn, die ziemlich aufdie nämliche Art. zu verfertigen sind, die man aber als ganzausser Gebrauch gekommene Dinge hier weggelassen hat; schon