Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch. 4OF
a/s hinreichend ist, um alles zusammen in einen weichen Bal-sam zu bringen.
- Dieses erwärmet und belebet die Nerven, indem manentweder daran riechet, oder es an die Schlafe, oder sonstan nnen schicklichen Ort reibet. Es thut mich den gelähm-ten Gliedmaßen gut, wenn man sie wohl damit einreibet. Eswar sonst Mode, es in kleinen elfenbeinern Büchscheus, oderEtockknopftm, bei sich zu tragen,- in welcher Rücksicht es zumehrern modischen Erfindungen Gelegenheit gegeben hat. InHaupt« und Newenkrankheicen ist es auch innerlich, von dreibis zu sechs Tropfen, in einem Bissen, oder in einer Latwer-ge, verordnet worden.
Lällamum 8uccini.Bcrnsteindalsam.
Man nimt weißen Bernstein, zwo Unzen, ftinpulveri-sirct; Tcrpeminol, sechs Unzen; läßt cs in der Warme dige-riren, bis sich der Bernstein völlig einverleibet hat.
Dieses' wird als ein fürtreftickcs Nervenstärkendes Arz-neimittel empfohlen, und soll im Schwindel, in der fallen«den Sucht, in Lähmungen, wie auch in hysterischen Zufälien,auf Zucker, oder sonst in einem schicklichen Vehikel, von fünfbis zu funfzchen Tropfen gegeben^ gute Dienste thun; vor-züglich aber wird es als ein reinigendes und heilendes Wuud-mitttl gebraucht.
Lals«mum lulpnur!« KnoepKelii.Rnopbei's Scdwcsclbalsam.
Lcinsamenöl, drei
der Schwefel auf-in einer RetorteColcothar, o)>erVirrioltodtenkopf, und ziehet es nochmals in einer andern
tenmale übersteigt,Aniesöl.
Man nimt Schwcfellcbcr, vier Theile;Theile, läßt es zusammen, sachte sieden, bisgelöst ist; alsdann ziehet man es langsamüber, mischet das Oel mit halb so viel vom
Retorte über; und das Öcl, das zum zweitemischet man zum Gebrauch mit halb so viel
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Lllllamum lulpknri« lvulgnäi.Ruland'H Sckiwcftlbalsam.
Man nimt Schwcfelblnmett, eine Unze; Nußol, secksUnzen; starken Wein, zwo Unzen; digcrirct es achr Stundenlang und schüttelt zuweilen das Gefäs; alsdann laßt man esbei einer gelinden Hitze langsam sieden bis der Wein verrauchtist, und gießet das klare Oeb zum Gebrauch ab.
Dieser-ist vom gemeinen Echwefelbalsam, der im vorher«