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2 (1785)
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Ausübung der Apothekerkunsi. Viertes Buch. 40«

Man trift auch in dem Apothekerbuche viele Vorschriftenvon zusammengesetzten Oelcn an, die auf die nämliche Art,durchs Aufgießen, oder Abkochen, gemacht werden sollen;und bei welchen eben die Regeln, als bei den einfachen, zubeobachten sind. Es werden aber von selbigen sogar wenigegemacht und verschrieben, daß in dieser Abtheilung kaum dasgeringste merkwürdige für uns vorkomt, ausser der L.ukaiel<lus'8 Balsam, nebst einigen andern, die etwan unter dieserAufsch r ist mit anz «treffen sind.

Ein Balsam, oder was man gewöhnlicherweise so zunennen pflegt, ist etwas dicker, als ein gemeines Oel; undzuweilen wird dieser Name auch solchen Substanzen beigelegt,die die Konsistenz einer Salbe haben, wies.utatellu5's Balsam.

l^. O. L»ll»mum du»Il»cinum.Gummi Guaiak Balsam.

Man nimt Gnmmi Guaiak, ein Pfund; PeruvianischenBalsam, drei Quentchen; rektisicirten Weingeist, drittehalbPinte; man löset das Gummi auf, und filtriret es alsdann.

Dieses ist eine sehr bequeme Art, das Guaiakgummi zugeben. Die Gabc ist von zwanzig bis zu vierzig Tropfen,drei - oder viermal des Tages.

Lzllamum vul^ülirettum.polyckrcsibalsam, oder: von vielfachem Nuye».

Man nimt drittehalb Pfund Weingeist; gießet damit beieiner gelinden Hitze, und unter ofterm Umrühren, zwölf Un-zen Gummi Guaiak nuf; und endlich thut man einen LöffclvollPeruvianischen Balsam hinzu, so daß sich alles zusammen ineinen Balsam mischen lässet.

Dieses ist ein »ürksamcs Arzneimittel zu vielen guten Ab-sichten, besonders aber im, Gliedcrrcissen. Das Kollegium hatihn Ln s»mum «Ulliacinum genannt, (welcher nachzusehenist). Cr wird auch allen den Endzwecken entsprechen, dieman. bei den diätetischen Holztranken hat: cr trocknet aus,oder zerstreuet durch die ««merkliche Ausdünstung alle! über-flüssige Feuchtigkeiten, ist in allen venerischen und tropftartigen Zufallen gut, und hilft ganz zuvcrlaßig bei veraltetenNachtrippern, deren Bösartigkeit schon vorlaufig gehoben ist.Ein wäßriges Vehikel macht er milchigt, kann aber füglich injedweder Flüssigkeit gegeben werden; und wird gemeiniglichvoa zwanzig,bis zu dreissig Tropfen, zwei-bis dreimal desTages, genommen.

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