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2 (1785)
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Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Bück, qy,

Achttr Abschnit.Von Pulvern und Species.

A^achdem ich durch alle diese Arzneigestatten hindurch bin,».'^ in welchen die Kräfte der einfachen Eulm.mzen vermit-telst gewisser Flüssigkeiten ausgezogen, oder die Sacken undSubstanzen selbst mit Zucker eingemacht und aufbewahrt zuhaben sind; so liefere uns mmmehro diese nächst folgende Ab-theilung Zusammenseßlmgm davon in Substanz, unter keinerandern geschehenen künstlichen Veränderuna, als daß sie zuPulver gemacht worden sind; ein Verfahren, das an und fürsich selbst so gar einfach ist, daß keine andere Geschick lichtcit dar.zu erfordert wird, als daß man die so zu behandelnden Sa.chen hinlänglich trocken habe, damit sie auf diese Art gecheiletwerden können.

In Beurtheilung also der Sckicklichkeit der Materialienzu dieser Behandlung, erfordern blos diese zwo Betrachtun-gen nothwcndigcrweise unsre Aufmerksamkeit. D>c erste ist:vb die Sachen an sich selbst dahinzubringen sind, ohne irgendeine vorhergegangene Behandlung, vermöge welcher sie anihren Arzneikraften Schaden leiden könnten? Und hernach:ob auch ihre Kräfte, nachdem ihre Substanzen in diese Arznei,form gebracht worden sind, füglich so aufbewahret und bei-behalten werden können?

Bei der erstem davon ereignet sich natürlicherweise, daßzähe und öligte Substanzen nicht so behandelt werden tonnen,wenn sie nicht vorher etwas bröcklige gemacht werden; wel-ches ohne Trocknen nicht geschehen kann. Wenn daher der-gleichen Dinge zum Reiben nicht hinlänglich getrocknet wer-den kennen, ohne ihre bessern Theile davon zn jagen, oderjene besondere Eigenschaft zu vernichten, weswegen eben dieeinfache Substanz in der Arzneitunsi geschätzt wird, wie dasmit vielen Samen und Gummis der Fall ist, so sind sie znirgend etwan einer andern Arzneigcsialt weit geschickter, alszu dieser; wiewohl diese Unquemlichteiten vermieden werdenkönnen, wo dergleichen Dinge in einem so genügen Verhält»nisse mit icnen, die ganz trocken und zerreiblich sind, stehen,daß sie sich auf diese Art verlieren und durchs Reiben mit sel-bigen gleichsam verschlungen werden, so, daß sie alle zusam-men sich ziemlich gut durchsieben lassen. Demungeachtet abersollte das den Vcrschreiber behutsam machen, nicht allzuviclcGummis oder Samen unter dieser Gestalt in irgend einer Zu-sam'mnsetzung zusammenzuhäufen; und den Zudcreiter hinge-gen ^rqfaltig, um ihnen die erforderliche Zcrreiblichkeit durchsTro ^;m zugeben; welches letztere man gewissermaßen ausden Msammensetzungen erkennen kann, die den Geruck «z>«