F7<2 Ausübung der Apochekerkunst. Viertes Buch»
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Das Quecksilber nebst dem Honig reibet man in einemgläsernen Mursel, bis die Merkurialkügelchen gänzlich ver-schwinden; alsdann thul inan den goldenen Schwefel und dasGuaiakum nebst so vielem Schleime vom Arabischen Gummihinzu, als zureitend ist, die Mischung in eine Masse von gs-Höriger Allentonsisienz zu bringen.
Diese Pillen sind, in ihrer gegenwärtigen Gestalt, Dr.plnmmcr'i, Pillen ähnlich, die in den Edmburghischm Ver.suchen beschrieben sind, welchen sie in dieser Rücksicht nochVorzuziehen sind, daß sie weniger durch den Stuhl abgeben.Der Honig i«: blos darzugescßt, um ihre Auflosung im Ma.gen zu befördern; indem aus harzigten und schwer auflösn«che-.'. Substanzen verfertigte Pillen o/r ganz durch den Körperwieder weggehen.
Diefcs Arzneimittel ist eine sehr nützliche Blütreinigungsowohl in Hautausschlägen als in venerischen Krankheiten.Aus dem vierten Theile von der oben vorgeschriebenen Mcn>ietonnen sechszig Pillen gemacht werden; wovon alle Morgenund Abende em bis vier Stück genommen werde!' können,dabei, während der ganzen Kurzeit, der Patient maßig warmgehalten werden muß.
I« pilulae zromaticae,
Aromttlifchc Pillen.
Man nimt Sokoterische Aloc, anderthalbc Unze; >Gua.ialgumnn, eine Unze; aromatische Species, PeruvianischenBalsam, von jedem eine halbe Unze. Die Aloe und das Gum.mi Guaiak wird jedes für sich besonders zu Pulver gemacht,das man mit dem Rest zusammenmischet, und alles zusammenmit Ponieranzenschalensyrup in eine Masse bringet.
Diese Ingredienzien zusammen lassen sich schwer in eineschickliche Pillcnmasse bringe». Die beste Art ist: zuerst diearomatischen Species mit dem Balsam zu reiben, dann diegepulverte Aloe, und nachher das Gummi Guaiak hinzuzu»thun. Nachdem dieses alles gut unter einander gemischt ist,so tröpfelt man den Syrup, nur wenig auf einmal, hinein.
Diese Pillen sind erfunden worden, um die Stelle derkilulas D«mb!?.« in unserer vorigen Pharmacopöic auszu»füllen. Sie sind nicht uur weit schöner, sondern auch eiüsa»cher, ganz gleichförmig in Ansehung ihrer Ingredienzien, undzu den Endzwecken, zu welchen sie besiimt zu se»n scheinen,gar fürtrefüch eingerichtet und geschickt. In kleinen Gabeneingenommen, als zu einem halben Scrupel, oder etwas mehr,und gelegentlich wiederholt, erwärmen sie den Magen, und»nach und nach die ganze Leibcsbeschaffenhcit, befördern die