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2 (1785)
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Z6o Ausübung der Apothekerkuusl. Viertes Buch.

Uebcrfiuß an Trochisfen; da hingegen von den wenigen, diedas Kollegium beibehalt, nicht die Hälfte jetzt im Gebraucheist, oder jemals gemacht wird Die Haupiaosicht bei dieserArzncigestalc Deine diese gewesen zu seyn, um Substanzen,die einige Zubereitung nothig hatten, zum gegenwärtigen Ge-brauch sogleich fertig in Bereitschaft zu haben; zumal wennihre Pulomsirung Zeit erforderte, und sie, als trocknes Pul-ver aufbewahret, dem Verderben eher, als in dieser Gestalt,unterworfen waren. Viele davon sind auch, des Einnchmmswegen erfunden worden, welches indem allmaligen Zergchm-tasscn im Munde bestehet; wie bei den meisten von balsami-scher und Brusimittel Art. Ausserdem sind jetzt wenige imGebrauch, als etwa die so genannten Brustküchelchcn, oderMorsellen.

Die zu nächst folgende Arzneigestalt, die zur Aufbewah-rung gewisser zusammengemischter Theile aus der :NatcrmNlcdld'a erfunden worden ist, ist die Pillenform; welche haupt-sachlich für solche Dinge bestimt in, die auf jedwede andereArt gar zu ekelhaft zu nehmen sind, oder die vermöge ihrernatürlichen Bauart zu dieser Behandlungsart am meisten ge-schickt find. Von ersterer Art sind: die Aloe, Coloquintcn,und dergleichen, deren ihr Geschmack auf diese Weise am be-sten versteckt wird; und von letzterer Art sind die meistenGummis, die mit sehr leichter Mühe in Pillen zu bringen sind.

Da aber diese Arznngestalt insgemein die allerbeschwer-lichsie zum Einnehmen ist, so sollten so wenige Dinge, alsnur immer möglich, in selbige gebracht werden, das heißt,blos solche, die wegen ihrer Beschwerlichkeit beim Hinunter-schlucken unter sonst einer andern Gestalt und Form, es noth-wendig machen, sie auf diese Art zu bemänteln. Allein dieseUrsache muß sieb blos auf solche Dinge erstrecken, die vonhinlänglicher Würlsamkeir sind, daß sie zu einer Gabe aufcin-mal nicht über vier bis fünf kleine Pillen ausmachen. Z. B.die Rinde in Pulver, und alle die leichtern Species, die inder Menge von einem halben Quentchen, oder drüber, aufeinmal gegeben werden, wenn sie, zu Vermeidung andererbeschwerlicher Arzneigcstalten in diese gebracht werden sollte,so würde die dazu nothwendig erforderliche Menge Feuchtig-keit eine Gabe von zchen, zwölf bis funfzehen gewöhnlichePillen ausmacheu, welches für einen jedweden zum bequemenHinunterschlucken zu viel ist: denn ein halbes Quentchen inder Masse macht fünf mittelmaßige Pillen aus; und ein halbesQuentchen vom trocknen Pulver braucht doppelt so viel Ey-rup, um es damit in eine Masse von gehöriger Konsistenz zubringen. Die qummigten Substanzen sind freilich durch Flüs-sigkeiten in diese Gestalt zu bringen, wodurch ihr Umfang nur

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