26o Ausübung der Apolhekerkunst. Vurles Buch.
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Diefts ist die neulichst vom Dr. St6rk zu Wien bekanntgemach« Schieriingozubereitung, der sie als ein auflösendesMmel cmpfielet, wo alle andere Arzneimittel fruchtlos gewe-sen sind. Zween Grane davon tonnen zu einer !Me gemachtwerden, die anfangs zweimal täglich zu nehmen ist; und sosseigct man nach und nach mit der Gabe, bis der Patientdrei oder vier Quentchen des Tages nehmen kann; welcheMenge verschiedene Wochen lang fortgebrauckt werden kann.Es ist mir gleicherEicherheitbeiKiudern, Alten odcrSchwan-gern zu g/brauchen; es pflegt den Umlauf des Bluts wederzu beschleunigen noch sonst zu stören; weder zu erhitzen nochzu kühlen; noch in ^en übrigen thierischen Verrichtungen Ver-änderungen zu machen Es vcrniehret die Absonderungen,und macht den Mund feuchte; selten, daß es pm-giret, undnoch seltener erregt es Brechen; zuweilen vermehren es dieAusdünstung; osters verursachet es einen häufigen Abgangeines schleimigten Urins; am öftersten aber veranlasset es garkeine merkliche Auslerung Es hebet Verstopfungen nebstihren Folgen; zertheilet sowohl innerliche als äusserliche ver->härtete Geschwülsten; es löset oft den grauen Staar auf,oder hindert und stopft den Fortgang desselben, und hat zu-weilen den schwarzen Staar weggeschaffet. Man hat sich des-'selben mic großem Nutzen bei alten Hautausschlägen, beimGrindkovfe, bei bösartigen Geschwüren, Krebsschäden, bös-artigen weißen Flusse, bedicuet; und der Bemfras isi oft da«durch kurirct worden. Mcistentheils ist es nöthig, den Ge-brauch desselben eine beträchtliche Zeit lang fortzusetzen, eheein merklicher Nutzen davon zu verspüren ist. In manchenFällen hat es keine Erleichterung verschaffet; und manchePersonen können die Würkungcn desselben ganz und gar nichtvertragen. Demungeachtet ist die große Anzahl bejammerns»würdiger Zufälle, in welchen es Erleichterung verschaffet hat,hinlänglich, selbiges als eines der schatzbarsten Arzneimittelanzuempfehlen. _^
Es ist ein schmerzstillendes und betäubendes Mittel, dasdie Ruhe befördert und die Schmerzen lindert, und seltenDurst oder Hitze erreget, welches die gewöhnlichen Würkun«gen des Opiums sind Es befördert die monatliche Zeit, be-sonoers wenn sie jäling durch Kälte, Schreck, u. f. w. un-terdrückt worden und aussengeblicbcn ist
So wie diese Pflanze nach den verschiedenen Ialweszei.ten in Ansehung der Grade ihrer Stärke gar sehr verschieden,ist, eben so ist auch das Ercrakt der nämliche» UnbeM'mlich«keit unterworfen. Um diesem abzuhelfen, muß man den An«fang des Gebrauchs mit einer kleinen Gabe machen, und stl«bigc nach und nach verstärken, bis solche Wurkunzen, die