Ausübung der Apothekerkuli si. Viertes Buch. 25Z
mchrcrelimle. Diese verschiedenen Abkochungen seihet mandurch, mischet sie untereinander, und dicket sie ein. Wenntie wäßrigen Theile fast gänzlich weggcdampftt sind,- so mußetwas rcltificirter Weingeist zugesetzet werden, damit alles ineine gleichförmige und zähe Masse gebracht werden kaun. Die«ses Extrakt kann, wie voriges, unter einer weichen und har-ten Gestalt bereitet werden
Hier lasse,: sich die lM'Men Theile des Hohes, bie mitdem Wasser herauchckocht worden sind' gegen das Ende des Ein-dickens absondern.- daher ein Zu saß von Weingeist nothig wird,um sie mit der t'ibrigcn Materie vereinigt zu behalten.
I.. v. IixtraKum cal!i«l-tlcum.purglrcnves Extrakt.
Man nimt SocoterischeAloe, anderthalb? Unze; Colo«quinten, sechs Quentchen, Ccammonien, 'eine halbe Unze;kleine ausgehülsete Cardamomen, eine halbe Unze; Probegclst,«ine Pinte.
Alis die klein geschnittenen Cotoquinten und gesiossencnSamen gießet man den Weingeist, und digerire: mit einergelinden Hitze vier Tage lang,- drückt die Tinktur aus, undlöset darinue die Aloe und Scammonicn Kuf, die vorher, je-des sür sich besonders, zu Pulvergemacht worden sind. Hier-aufziehet man den Weingeist davon ab, und dicket die zu-rückgebliebene Masse zur Pillenkonsisicnz ein.
,, Die lleberschnft diefts Arzneimitttls drückt schon seineKraft aus. Es ist ein überaus kräftiges Abführungsünues,auf welches man sich in Fällen, wo das ^eben des Patientenvon der Würkung desselben abhänget, verlassen kann. DieGabe ist von funfzchen Eranen lus zu zwei Ecrupel.. Esbehalt nicht so viel vom Geruch und Geschmack, des Card'amo,«nensamcns, als man vielleicht erwarten sollte.
H. O. ^Xtialtum (^icut»?.Scbl'erlingsextrakt.
Man nimt frische Schierlingsblatter, die man kurz zu.vor, ehe die Pflanze zu blühen anfangt, eingesammelt hat,welches gemeiniglich im Monath Julius, oder gegen das Cn»de des Iunius, zn geschehen x.ttat,- presset den Saft aus,und thut ihn so gleich, ohne erst seßen zu lassen, iu eine irr»dcne glasn'te flache Schale, über einem ganz gelindenIener:unter beständigem Umrühren, um das Anbrennen zu verhin-dern, bis cS zu einer dicken grünlichten braunen Masse ge-worden ist. Diese Masse kann nnt etwas Pulver von denge.trockneten Blattern der Pflanze z>» Pillen gemacht werde«.
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