254 Ausübung der Apothekerkimst. Viertes Buch.
Wurzel, und viermal so viel Wasser am Gewichte; kochet esbis zur Halste ein, drücket alsdann den Saft so starr, alsnur möglich, mls, und seihet ihn hernach durch, endlichdampfet man chn gelinde ab, bis zur Honigdicke.
Auf die namllche Art werden die Extrakte von derschwarzen Nieswurz, Raute, weißen Mohnsamen, und Schier,liugsamm, bereuet.
T, Hxrraccuin ^coniri.iklsenbütcheugl'xtrar.'t.
Man stoßet die frischen Eisenhütchensblattcr, (oder dasgroße blaue ^>cc>mmm) und drücke! durch ein grobes Tuchden Saft aus, den man in einem Wafseröadc bis zur-Honig»dicke abdampfet,- und endlich rührt man es sorgfällig iem, bises. die gehörige Konsistenz und Festigkeit erlangt hat.
Auf diese Art werden die Extrakte von Tollkirschen, Ein«grün, Bilsenkraut und Stechapfelblattcrn bereitet-
Hxlrackum fallorum ^blintriii.
N?crlNllthbl«tlercxtrakt.
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Diese Extrakte sind meistens bloße einfache Magenbitter;indem der besondere Geruch und Geschmack von dcneuieniqmSubjekten, die ja noch etwas davon haben, dem: Abdampfenverloren geht Die Chemisten bereiten gemeiniglich die Wer«Muth-und Kamillcnblumenextrakte aus dem im Kolben zu»rückgebliebenen Dckockte, nach geschehener Destillation ihrerwesentlichen Oele; und wenn nur der Kolben völlig rein ge-wefen ist, und die Safte in selbigen, nicht allzulange nach derDestillation gestanden haben; so ist diese Art der guten Wirth-schaft eben nicht zu mißbilligen; weil, wir mögen nun diefortgehenden Dampfe auffangen, oder selbige in die Luft ver-fliegen lassen, das zurückbleibende Ertratt immer das näm-liche ist.
Was die Kräfte und Eigenschaften dieser Zubereitungenanlangt, sehe man die Artikel: Magenbitter. Die Gabe istvon einem Ecrupel, oder weniger, bis zu drei ober vieren.