250 Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch.
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seyn; weil er nicht nur den Geschmack verbessert, sondernauch die purgirende Eigenschaft dieses Arzneimittels bcfor-dert. Diese Zuthat soll auch den Aufguß weniger kneipendoder blähend machen.
I.. I). Inlusum 8enn«2 IiimoiNHlrim.Senne»dlätt?ransjiuß mit Simonen.
Man nimt Ccnncsblattcr, anderthalbe Unze; frischegelbe Limonenschalenrinde, eine Unze; Limoncnsaft, eine Un-ze, nach dem Maase; kochendes Wasser, eine Pinte. Lassetes zusammen weichen, und seihet, nach dem Erkalten, denAufguß davon ab.
Dieses ist ein überaus angenehmes und hinlänglich "ourk-sames Purgiermittcl: von welcl>en! das Kollegium versichert,daß es die allerangenehmstc Arzueigcstalt sey, unter «welcheres die EcnNesblat.cr zu geben jemals im Stande gcwcftn ist,besonders für solche, die mehr als gewöhnlich von ihrem Ge-rüche und Geschmacke Widerwärtigkeiten empfinden. DieGabe ist von zwo bis zu vier Unzen.
Infulum 5enu2L vnc!!»s yUÄiuor.VicrunziMr Seilneüdlätteranfguß.
Man nimt Cennesblatter, drei Quentchen; Ingwer,zwanzig Grane; kochendes Wasser, vier Unzen; laßt"es vierStunden lang aufgeg«ssm sieben, und seihet alsdann dasflüssige dsvon ab. Der Ingwer verhindert die kneipende Ei-genschaft der Smnesblatter, und macht sie geschickter fürden Magen. ,^
ü. I). Rhabarberaufgusi.
Man nimt dünn geschnittene Rhabarber, eine Unze; geisi«reiches Zimmetwasser, zwo Unzen; kochendes Wasser, einePin«: läßt es eine ganze Nacht hindurch' aufgegossen siehe«,und seihet alsdann die klare Flüssigkeit davon ab. Die Rha-barber theilet alle ihre Kräfte sowohl dem Wasser,'als demWeingeisie mit. Dieses ist daher eine übcrmzs würksame undnützliche Zubereitung.
15. v. Iniulam 1'«M3r!ii6a>nm cum 8enn».Tamarinocnaufgnß mit Sennesblänern.
Man nimt Tamarinden, sechs Quentchen; Weinstein,rahm und Sennesblätter, von jedem ein Quentchen; Koriem»derfamen, ein halbes Quentchen; braunen Zucker, eine halbeUnze; kochendes Waffer, eine halbe Pinte. Lasset es in einem