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2 (1785)
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241
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Ausübung der Apothekerkunst. Viertes Buch. 241

vecoctum creiaceum.

Rreidendekockt.

Man nimt weiße Kreide, eine Unze; Arabisches Gummi,zwei Quentchen; kochet es in drei Pimen Wasser bis auf zwoein, und setzt zu Ende des Kochens ein Quentchen geflosseneMuskatnuß hinzu: in die trübe durchgegosscne Flüssigkeit thutman eine halbe Unze weißen Zuckn'.

Dieser abgekochte:! Tränke bedienet man sich statt desgewohnlichen Trankes in hitzigen Krankheiten, die mit einemDurchfall vergestüschaftet sind, und wo in den ersten Wegenein Ueberstuß an scharfen Saften ist. Das Gummi wird mitdarzu genommen, um die Flüssigkeit höchst schleimigt und alsogeschickt zu machen, mehr von dem Kalche in sich zu nehmen.Einige haben Stärke, als ein Ingredienz zu diesen Dekocktenvorgeschlagen; etwas weniges davon würde sehr dienlich seyn.

DecuÄum ^Ibum compolnum.Zusammengesetztes wcifie« Dekockt.

Man nimt von der großer« Schwarzwurzel undTormen«tillwurzel, von jeder eine halbe Unze, Quellwasser, drei Pinten,und setzt zu Ende des Kochens ein Quentchen geflossenen Zim«met hinzu: in die durchgeseihete Flüssigkeit thut mau kalcinir-tes Hirschhorn, Kreide und weißen Zucker, von jedem einehalbe Unze.

Dieses ist eine sehr gut ausgedachte Zusammensetzung,um ein gelindes, mäßig verdickendes, zusammenziehendes Mit-tel zu haben. Ein Quart von einer Pintc, mehr oder wem«ger, kann gelegentlich, nachdem die Zufälle dringend sind, ge<nommen werden. Die beiden ersten Ingredienzien, ob sie schonals die vornehmsten mögen angesehen worden seyn, sind docham wenigsten nützlich.

Uecaitim, ^ponicum.

Japamsibc« Dekockr.

Man nimt von der Japanischen Konfektion eine Unze,kochet sie in andetthalbe Pince Wasser bis auf eine Pinte ein:zur trüben durchgeseiheten Flüssigkeit setzt man eine Unze Zim-mcnvasser mit Wein und eben so viel Diakodium, oder Mohn-samensaft, hinzu. Dieses Dekocktes bedienet man sich sowohlzum Getränke, als znmKlystiere, nnd zwar als eines Schmerz«stillenden und anhaltenden Mittels in Bauchfiüssen.

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