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2 (1785)
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Ausübung d«r Apothekerkunst. Viertes Buch. 239

heit so gleich fertig verlangt werden, braucht man weiter

nichts, als heißes Wasser, wie zum Aufgießen des gemeinen3he.es, um ihre Kräfte herauszuziehen. Die verhältnismäs»sige Menge der Ingredienzien in allen diesen Fallen kann blosdurch Beispiele, und aus der Erfahrung und Bekanntschaftmit der Starke des Kranken, berichtiget und bestimmet wer»den. Was jedoch die Haupt« und Magensiarkenden Mittelanlangt; so ist dabei eine gewisse Regel zu beobachten: daßman niemals eine Flüssigkeit dergestalt mit Ingredienzien sät»tigc, daß sie dadurch dem Gaumen zuwider und ekelhaftwerden. Denn eine widerwärtige Herz« oder Magenstar«kung scheint etwas ziemlich ungereimtes zu seyn, wiewohl beihnsierisihen Zufallen nnd wo stintigte einfache Substanzenerfordert werden, es ein ganz anderer Fall ist.

Bei Ausgebung der Apothekertinkturen, zu was für einerAbsicht es sey, werden alle solche, die dergestalt mit harzigtenoder gummigten einfachen Substanzen gesatngt sind, daß sieim gemeinen Waffer milchiqt werden, auf eine angenehmereund fürs Auge lieblichere Art, in Wein verordnet, wenn dasnämlich die Umstände des Patienten zulassen. Und was dieMagenbitter besonders anlangt, die mit einer wcinigten Flüs«sigkeit bereitet sind, so werden diese weit besser in der Zwi»schcnzeit des Frühstücks und der Mittagsmahlzeit, oder eineStunde vor letzterer, als früh nüchtern, wie es sonst gewöhn»lieh war, verordnet; weil sie alsdann das Haupt nicht soeinnehmen.

Das Absieden findet hauptsachlich bei zusammenleimendenund zusammenziehenden Substanzen statt, und schickt sich blosfür solche Dinge, die ihre Arzneikräfte ohne etwas angebrachteGewalt nicht so leicht von sich geben. Alle diese Arzneigestaltenwerden zuweilen auch in vielen andern Absichten verordnet zweil aber die Materialien, die sich am besten darzu schjcken,insgemein hierunter mit begriffen werden; so wird es hinläng»lich seyn, einige Beispiele von so gleich fertig zu machen»den Arzneigesialten, die zu diesen Absichten gehören, anjli-fuhren.

Eine Herz« oder Hauptstarkende Tinktur ist bei ersorder«lichen Gelegenheiten so gleich fertig gemacht zu haben, undtontt jetzt öfters in so gleich zu machenden Vorschriften vor,mit den ^peeie« Dl!,mdi35, und etwas geistreichen weißenWeine. In hnsierischen und hypochondrischen Zufallen wirddie K261X <.'aH-!murlki'/, tteiied«!! niz,'l, und andere von dieserArt, gemeiniglich in der ^qu, Zi-voni»« cnmpoin«, oder puls-Zii, verordnet: und als ein Magensiärkcndes Mittel könnenbieTausendgüldcnkrautblumen, Euzianwurzel, Galgant, Sevi«tiamsche Pomeranzmschllltn, und nndere Dinge von gleichen

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