Druckschrift 
2 (1735)
Entstehung
Seite
184
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

'«4

Das sech« und dreyß.'gste Cupicel.

!^. is. z^in andres

/^!.2lllnu8 und andere rühmen das kraut alvllon, zu teutsch Waldmeister, irem^^ Hertzfreude, sehr hoch, wann solches angehangen werde; ja Plutarchusschreibt, daß wann ein mensch von einem tollen Hunte gebissen, das kraut in dieHand nehme, oder nur ansehe, so werde er bald von seiner unsinnigkeit befreyet.dl. i6. EinpfiHsterzuallenbösenglftci^enSchäden und Wunden.g«imm wachs 4. Loth, hartz 3 >Loth,griechisch pech 4. Lo!h,galmcy 2.Loth,aloef"» holwurtz jedes i.Loth,silberglett ^.Loth.kupfferwasser i.Lolh,machedarau-ein pfiaster, worzu man es braucht, so ist es gerecht und gut.

Das sechs und dreyßigsteAapitel.

Von dem Schnuppen.

^^leseraussett sich gemeiniglich beym eintritt dessrühlings und herbsies,und

ist dessen ursach ein dick und zäher schleim, welcher zwar anfangs gantzdünne, zu ende aber gantz dicke wird.

Diejenige welche sich schnell erkälten, oder mit essen und lrincken allzuvielüberladen,müssen dem schnuppen offters herhalten,doch hat er so viel nicht zu be-deuten, wann nur die saltzigtemaeerle wohl ftiessend ist.tl. l. Aräueer-Töee.

e?^iese nun zu befördern, mustdudich vor erkällung lauten, statt dessen aber in^-^ remperwterwarmer)alten,undösst«rswarmcntheevllnehrenpreiß,beto-nten und salbey bereitet trlncken,so sollet darauf ein gclind anhaltend und in die-sem zustand sehr nötkigeausdämpfunq,wordurch dann die zähe feuchtlgkett zer-theilet, und der genieiüiglich damit vermüpffle hustengclindert wird.X. 2. E<nRsau5rr,pulverul»dT<?bact?.

«« are die feuchtigkeit gar zu zähe,daß)'ie nicht recht durch die nasen fliessen kon-«^^ te,so pu!oerisiredetonien-blätter,llnd ziehesieindienase;dastodack,rau-chenschadethlerinl!enanchnicht,desseraberistgethan,wanndustattdestobacksbeto»ien,und buffwtliqblatter rauchest, und ausser deinem kräuler,thee wenigoder garni^ts lri'ickest.denndas istgcwiß, je weniger du bey deinem schnuppenissest und trinckest, desto ehender wirst dudavollbefrcyet wercen.

Befindest du aber, daß der schnuppen und die feuchtigkeit nicht fiiessen will,nebst dem auch ein hefftigerkopff-schmertzen mit grossem durst sich mercken last,dann hat es freollch wa? mehr zu sagen, und da must du dich beficißigen, diesemstockenden schnuppen so« zu delffen.

Dieses geschicht nun am besten,wann du gleichfalls den vorhin angerühmlenk?auttr-thee st ißig.und zwar des tagsüber, fein offt, so heiß als möglich trin-kt st, so wird dadurch eine gelinde au^dämpffung zu weg« gebracht werden, in