Das erste Capitel.
l?. 19. Ein anderer.
H)ehmet das häutlein, welches in denen eyer-schaalm zu fi> den, damit um-
^ windet den kleinen finge? ander lincken Hand, und lasset es 24. stunden
daran, so wird das fieber vergehen.
ll. zo. Ein ander Mittel.
berühmte ttelmont recommen6irt folgendes: Nimm ruß, pfeffer,^«^ saltz, jedes gleich viel, sich es mit ein wenig saffran und einer knoolauch-zwiebel unter einander, binde es an die linckc Hand umden golosinger / und wlrfes nach^ch-stundenin elnfileffendwasscr.
Zum beschluß dieses capltejs wird nicht unbillig gefraget: Ob in fiebern,sonderlich abwechselden die bäderaucheintgcn Vortheil und nutzen haben? wannyoir uns bey denen alten, vornehmlich dem l-lMnerate, Laleno, csllö undde,nen so genannten l^letnodiciz ratl's erholen , so werden wir finden, daß siesolche hauptsächlich in abwechselden siebern sehr hoch gehalten haben, iuso'.lder-hell am guten tag, und bey endigung desparoxvlmi, ja sie bediente!, sich oersel-blgen auch in hitzigen fiedern, zuweilen gleich im ansang. 62lenu8 schreibt aneinem ortal^o: wann ein fieber sich oas erste mal anmelden will, mußman die Patiencen ins bad seyen , und mit oel und weichen tüchernwacker reiben. Die Aegyptier, wie /^pinus bezeuget, schickten ihre Patien-ten, denen ein sieber zustossen wolle, gleich anfangs nach dem bad. Und ebendaselbst fahret er in folgenden Worten fort 11n faulen fi. bern ist der gebrauchderlbäder bey den Aegypuern gemem, dann sie bedienen sich der-selben ln allen so wohl anhaltenden, die pest ausgenommen, alsabwechselden fiebern sehr starcl?. nicht <c> wohl im ansang , als viel-mehr bey endiaunl, derselben. Denen, so mit dem dreytagigen fieber be-hafflet, rathet 'I'rMiÄnuz das baden als ein sonderbahres hülffs-mtttel an,insonderheit, wann der palient heisser und trockener nalur ist, obgleich diematerie der kranckheit noch nicht gekocht, das ist, zum ausgang tüchtig ge-machtworden. <3a!cnuLrecolnmen6irt warme bäderaus trinck-wasser,weilsiediegalle abführten, und meynt, sie könnten nicht schaden, wann sie auchzweymal des tags gebraucht würden , obschon noch keine anzelgungen zurzeltigung der schlimmen malerie vorhanden waren. Wann wir unseremeynung von dieser sache solle!', eroffnen, so hallen wir allerdings davor, daßder gebrauch der bäder ln abwechselden fiebern nicht zu verachten ftp, und zwarerstlich am guten tag, wann man davon frey ist, wie ccliüz gar wohl erinnert.Zum andern, wann man vorher durch eröfnende saltze und laxier- Mittel den «na-gen und gedärme von dem darin« enthaltenen unfiath wohl gereinlget hat, daalsdann mit leichter mühe vermöge eines bades die rückständige, subtile, fauleMaterie, die im Geblüte sich aufhält, und ein beständiger zunder des fieders ist,
durch