Druckschrift 
1 (1709)
Entstehung
Seite
403
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Artzney-Buch.

40;

n. 12 Für den fand, wann man den urin nicht kan lassen,simm zwey Messerspitzen saltz,und eine messerspitz zuck«, machs mit lemo-' nien-safft ab, undgieb es,wann es auf einmahl Nicht hilsst, so kau

mans das andermahl geben.

i>s. iz Fürdenlenden-stein.

^olley im wein gesotten, und getruncken, hertreibt den hartenstein.

n. 14 Für den sand und stein wann eines nicht harnen kan, wo,mit vielen lemen gcholffen.

Mmm eine gute Hand voll weissen klee, so auf den ftlde wachset, ist garein edles kraut, zwey loth, meer - hicrse wohl klein zerstoßen, und in einsaubers tuch gebunden, beyde stücke mit einander in einem neuen topffge-tßan, und einmaaß ftisch bruunen-wasserdarübergegossen,den topsswohlzugemacht, daß kein dampff heraus gehet, und gemach sieden lassen,doch daß nicht überläufst, alsdann den krancken also warm zutrinckengeben.

n. 15 Eine bewährte kunst für den stein, st gar offt ist probirt

worden.

KimmweWn steinbrech zwey Hand voll, heyl aller welt eil, Hand voll, laß^ es in einwemzwün m emem neuen topffwol vermacht sieden,daß keindampffdavon kommt, so lang als ein rindfieisch, wer aber kemwem trinckt,kan man dle trauter m emer rindfteisch-suppe sieden, und dren tage ftül)nüchtern warm tnncken lassen,des nachts, wann man will schlaffe« s<He/tauch, aber nur kühl.

i>i. i5 Eine dewährte kunst für den stein.

Man soll einen schwachen bocknchmen, und chn bey den Mn aufhencken,

-^^ und also lcbelldig die blase heraus schneiden den um allen also warm

den krancken zu tnncken geben, man kans auch in ttnee ziser-suppe zu trin-

cken gebe«/ so hat es in zwey stunden seine würckuW.

n. 17 Vor den stein in der blase, daß er zerbricht, und ohne

schmerzn weggehet.Wimm zwey Hand voll lauter tauben-koth, thue ihn in ein starckesM,""^ gieß so viel guten weimeßig darüber, rührs durcheinander, daß wirdwie ein dickes muß, setz das glaß wohl vermacht 6 tage in die sonne, darnachdistillirs zu einem lautern waffer, wann nun ein mensch den stein empfin-

Eee, d^