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1 (1709)
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290
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2)O

Artzney-Buch.

muß, wird esdenn zu kalt, so tan mans mit gesottener milch und regen-was-strwärmen, oder mit etlich glüenden weissen klcstl-steinen, rechte warme ge-ben, man muß ohne das nicht heiß,sondern in r chter warme baden, und nachiedwederm bade, die schwind-salbe, angantzen leib schmieren, darauf einestunde im bette rasten, und wenn man durst hatte, tan man zwey stundennachdem bade einen guten trunck von der nachfolgenden milch nach durst,und auch sonsten allezelt so viel man will, trincken, man kan auch, nachdemman eine stunde nach dem bade im bette gerastet, aller orten in die freye lufftgehen, oder ausfahren, nach belieben.

Alle morgen muß man ein frisches ey, welches nicht 2 4 stunden alt ist,mit vier «Messerspitzen wohl aufgefastenzucker-penid eingerührt, austrin-cken,und wenn einem daraufdürstet, so kanman gleich darauf die milch trin-cken, und nachdem des morgens oder abends nach gelegenheit ins bad sitzen,das ey schadet nichts, es füllet auch nicht den magen, auch ein trunck milchnicht, aber mit vollem magen ist nicht gut baden, und nüchtern muß mandas bad auch nicht brauchen, sondern wenigst eine suppe mit einem einge-rührten frischen eyer-dotter essen, und nachdem gleich darauf kan man ba-den gehen.

n. 5 Diese stücke seyn zu dem geMene/? w<?^/ ö<?rvo/lmlm mder KeHica, oder abdörrenden leid zu Mucken pfleget, wie auch die

Mandelmilch, wie hierinnen geschrieben stehet, abends

zutrmcken.Westlichen bvcks-hörnlein kleine weinbeerlein zibeben, feigen, «des eine^^ starcke Hand voll, aniß, fenchel, ied:s vier löffel voll, mustaten-blüthe,zimmet,ingber,iedes einen löffel voll, kaßpappel, ochsenzungen, borragen,roth-braune nagelein, ringe!-blümcl,wetsse rostn, so man die rosennichrleidenkan, nimmt mandestomehr borragen-blüthe, fauerckice, ehrenpreiß,lungen-kraut, wie es in brunnen wachst, goldenes leber-kraut, erdbeer-kraut,dürrehimbeee, süßso/ß, wawme,ster, süßwurtzel, hlrschzungen, sal-bey-blüthe, brunn-kresse, heydmsch wundkraut, aller wclt heyl, oder oder-mennig, erdrauch Zichorien - wurtzel, oder das kraut, iedes dieses eine Handvoll, ysop einenMl voll, etliche blätter creutz - salbey, rothegersten: Allediese stücke, was trauter seyn, muß man sauber wasche«,, aber nicht lang imwasser liegen lassen, sondern nur schwemme, alsdenn aufeiner grossen reit-ter oder Horde in einem lüfftlgen zimmer lassen übertrocknen, undckcht ander sonnen, nachdem hacken, und wieder, wie gesagt, lassen übertrocknen,daß sie wohl dörr werden, darnach die übrigen seücklein icdes nach seiner«lelclixüon ge/chnitten, wohl untereinander gemischt, dann meiner schach-tet