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1 (1709)
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230
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Artzney-Buch.

^. 69 Eine salbe im kindelbettezu brauchen/ zum treiben.

(Uimmsüssesmandel-öl, gelb veilgen-öl, weiß litten-öl, iedes drey quint^^ lein, käßpappel-saamen, rothpappel-saamen, althea-wmtzei. quitten-kern, iedes ein quintlein. Von diesen vier stücken mach einen schleim, siedes in pappel-wasser, drucks durch ein tuch, dieses schleims nimmt manzehenquintlein, darzu nimm gänse-und capaun-schmaltz, iedes drey quintlein,misch zusammen zu einer salbe, hernach thue wachs ein wenig darzu, so ist esfertig; diese salbe braucht man 14 tage nacheinander.

n. 70 Ein pfiaster, welches die stauen im kindelbette brauchensotten, so alles böses abledigec, und keine ver-stopffung MO.M3an soll in capaunen-schmaltz drey eyer backen, und durch em tuch wohl'^^ ausdrücken, dasselbe aufmelissen-oder sonnabendgürtel-wasser giessen,und so lange waschen, biß es schneeweiß wird, von diesem schmaltzsoll maneines gantzen eyesgroß nehmen, darzu venedifche stiffezwey loth, hirsch-un-schlit eines eyes groß, weiß lilien-öl, blauveilgen-sonnabendgbrtel-öl, iedesein löffel voll, mutter-naglein-muscatenblüthe, rothe Myrrhen, iedes einquintlein, wilden saffran, was man zwischen zwey fingern fassmin«, wm-mel eiil loth, wachs so viel als donnöchen, koch einsammelt, daß mall es aufein leder streich«« kan, so groß der bauch ist, tn der mitten muß man ein lochlassen, und in der stunde der niederkunsst muß man es auflegen, und des ta«ges zweymahl überstreichen.

n. 71 Ein gutes kopff-sälblein, ist auch für die mutter gut.Westlich nimm eine Hand voll frische melissen, röste sie in butter aufeinem^^ ftuer gar gemach, alsdenn drücke es aus durch ein sauber tüchlein,und wasche diese durchgedrückte butter in melissen-wasser 9 oder io mahl garwohl aus, alsdenn wage die butter, und nimm halb so viel bibergeil-öl,undden halben theilmuscatnuß-salblein, mWe diese zwey stück untereinander,so wird ein gelindes salblein daraus, man muß es auch auf einen kohlfeuerdurcheinander sieden lassen, alsdenn in einem saubern geschirr wohl verbun-den aufbehalten; auch ist zu mercken, daß man dieses salblein mit einem

stehet, so ist es gerecht und gutv^x die kopss schmertzen, und sonderlich für die mutter, man kan es auch aufden nabel in einer Nußschalen auflegen,n. 72 Ein Umschlag für grosse Hitze der frauen im kindbette.<H^an nehme ein wenig camphcr, ein wenig nagelein, muscatnuß, mu-«" l scatblüthe, zimmet, sa ffran, nach gefallen, alles klein geMn, mit den

taugli-