Artzncy'Buch.
______________________________________________________ 189
gar vor das zimmer kau geführet werden, so ist es besser, und der becher, dar-ein man melcket, muß zuvor gantz warm gemacht werden, alsdann nimmtman ein schönes tüchlein, und ein loth kein zerstossenen welssen zuckercand,und melckt darauf, so zergehet der zuckercand, und alsbald es gemolcken ist,muß mans geschwind zugedeckt zu dem bette gantz stille tragen, damit mannicht viel aus dem schlaffe kommt, es muß gantz warm bleiben, und getrun-cken werden, dieweil wandle eselin melcket, muß man ihr brod zum Haber zuessen geben.
n. z Vordicdörr-undlungensucht mit dieser milch muß die Per-son sich vorhero purgieren.M?annimmt4lothmelonen-kern,undlomandeln, und wäscht die melo-'^ nenckern sauber, und stösts gar klein, und nimmt ein gutes ehren-preiß-und rörlein-wasser,das beydes ein stldelist, sodann mach man mitdiesem wasser von den melonen-kernen ein? nulchMe mans sonst macht.die-st milch theilt man halb ab, in den halben theil thut man vier oder fünfflothmanna. dann« zergehen lassen, wanns zergangen, so muß man es durchsa-gen, Ulldillmmtden andern halben thell von der milch,und giests mtt einan-der ab, und so die person will schlaffen gehen, muß die milch getrunck^n wer-ben, aber man muß aufdie nachtwas lindes essen, es w,rd gegen morgen garMnde dle materie von der brüst ausführen, wann der husten schon langwahret, muß die person die milch 2 mal nehmen,damit die brüst von der ma-. terie geremigetwird.
Die krebs «milchmuß !Q oder 14tage nach einander täglich ge-braucht werden,ßan nimmt 8 oder!o mittebkrevst,waschtsiesauber aus, und schnei-det die gall aus, und stöst sie in einen steinern mörselMch f/cin,als ei»nenteig, wann siegestossen seyn, so giest man ein se/de/oder nössel ziegen-milch daran, thutsin ein pfcinnlein, setzlsimfe/nkohlfeuer, lastsmit > lothkörbelkraut sieden, biß die milch dick/icht wird, alsdann drückt mans aufsbeste durch ein tuch in eine schale, die milch muß schön roth aussehen, so dannmuß man sie mit braunen zuckercand süsse machen, und also warm getrun-cken, wanns seyn kan, daß mans um Z uhr trincket, und biß aufdeu mittagauch nicht esse, ist es desto besser; die milch säubert und remiget die brüst,ßeilct alle Versehrung dcrselben.1^. 4 Ein edles und gutes wasser vor die schwindsucht und
husten.Urstlich nimm süsses holtz 1 loth, hirsch-zungen 2 loth, lungen - kraut einehalbe Hand voll, feigen 6 loth, kleine wembcerlein 4 loth, salben eme
Aa 3 Hand