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1 (1709)
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Artzney-Buch.

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dereinpeuschlein, daß wohl hinein drückt, und erst darauf das band; alsoist auch mtt den andern bruchen zu verfahren, der pattentmuß aber zuvorauf dem rücken liegen, damit der schaden hinein und zurück gchet, her-nach muß man erst die salbe oder das pflastej. applimen. Die wetb^r be-langend, wanllsi'e solche lelbes'schädcn haben, heist man es einen fürfall,denen muß man kugeln von pantoff.l holtz mache», oder ringe!, und es inein ztegel-oder bruch-öltunckcn, und also liegende auf dem rücken wiederin fördern leib schieben, so halt es den schaden zurück, und können darben

ist, kan man es herausthun, und wieder hinem, mW so fortan.Ki. 2 Eme salbe die brüche zu heilen.

ZMan nimmt gelbes wachs 2 loth, Hirschen ünschlit 4loth, eyer-dotter-öl,'"^ baren-schmM,iedes2loth, terpmtiN2loth, dieses wird alles zusam-men vermischt zu einer salbe, nut dieser schmiert man den bruch alle tagezweymal, und braucht ein gutes band darüber,n. z Einen bruch zu heilen/ er sey so alt als er immer wolle,

so gar auch, wann schon die darme heraus giengen/ einvortreffliches und bewährtes iecl-emm.D?an nimmt nuß-öl nach belieben; in der ganöen cur seynd zwey untzen öl^" genua,das öl in ein sauber glaß gethan, vier lebendige heydexen darinnertränckt, auch nur zwey, wann die heydexen groß wären, dasölmußzweyfinger darüberstehen, und alsoml der sonnen, oder wann es die zeit nichtmehr wäre, auch bey dem ofen zu ei-

nem pfund öl gehört eine untz Myrrhen, und ein halb loch aloes, dieses zupulvergemacht, und in das glaß gethan, auch also mit dem öl distillirenlassen, das glaß wohl vermacht behalten, nach diesen 40 oder mehren tagenalles durch ein sieb rinnen lassen, und in einem saubern glase aufbehalten.Die manierzugebrauchen folget:

Der patient soll erstens den bruch wohl hinein drücken, die haare ab-putzen , von diesem öl in einem eisernen oder meßingen lössel gethan, ge-machgewarmet, undsowarm, als mans leiden kan, mit den fingern ge-schmiert, aucheinleder, so groß der schaden ist, geschnitten, unddasselbemit dem öl angeschmiert, und das pulver von denen hierunter gefchtetsspe-ticbus darüber gestreuet und aufgelegt, hernach mit pauschenundbruch-bande wohl zugebunden gehalten. Sechs tropssen aufeinmahl zu gebrau-chen istgenug, ftüheundabends, hernach allezeit zwey stunden daraufge-tuhet, und sichvon speisen, die winde verursachen, auch starcken bewegnis-ftn,zuenthalten. Man