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1 (1709)
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137
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Artzney-Buch.

M

i>l. 7 Ein clystir vor schwangere frauen.

Minem schwängern weibe in einer kranckheit, wann es noth ist, kan^^ man ein clyir setzen, doch gar gelinde, von mandel- oder lein-saat-öl, und aufs meiste em halbes ftldel oder nössel, ^ann wann man vielgiebt, so drückt es die mutter vonemander, und istdiegefahr, daß siedas tmd last.

i^. ß EinclyFlrvordleharN'wlnde.

iMan nehme hollunder-blüthe, römischen chamlllen, eybisch, jedes ein«W^ Hand voll, ftuchel, kümmel, iedes ein quintlenl, wcmstem-saltz emegute Messerspitze voll, koche alles zusammen in einer ungesaltzenen flnsch-suppe, darzu lege man ausgelesene senesblätter ein quintlein, und nach ei-nem kleinen sud drücke es aus, in dieser ausgedruckten krautersupvckanman vier oder fünff loth clystlr-zucker zergehen lassen, applicire es ein oderzweymal, ist für Weimungder Nieren. ^ , ^, ^.d^. 9 Ein clystir vor die rühr oder durchlauff.

«Man nehme gersten-wasser ein seidel oder nössel, des besten zuckers zweyT^ ^^ eitlen neugelegten eyer-dotter, hirschen-unschllt, bocks-unschlit,iedes zwey loth, und ziegenmilch,klopffes wohl in das warme gersten-wasser,doch nicht zu heiß, damit der eyer-dotter nicht zu hart werde, gieds mitrechm wärme. ^. . ^

5l. 1O Ein clystir, wann man grossen schmertzen an sand

und stein leidet.

3in seidel oder nössel gutes frisches baum-öl, laß es warm werden,

' gibs alsdann wie ein ander clystw.

n. ii Ein trefflich gutes clystir für den schleim in den <Mrmcn,auch für die winde, das manjungen und a/ttn leutcnbrauchen kan.«Man nimmt läßpappeln eine Hand wll,acht oder neun feigen zerschnitten,^ daran soll man giessen ein seidel oder nössel. rind-oder huner-mpve,so ein wenig gesaltzen, und es mit obbemeldten stücken sieden lassen, nach-mals durch ein tuch ausgedrückt, darzu gethan Honig, baumöl, iedes zw-ylöffel voll, das soll man unteremander mischen, so ist es fertig. Diesessoll man warm, wie mans leiden kan, als recht ist, gebrauchen, und solange bey sich behalten, als möglich.

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