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1 (1709)
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87
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Artzney-Buch.

87

klebt an fingern, so ist es genug, thue darzu gelbes wachs 8 loth, so viel zueinem Pflaster Vonnöthen, probiers, obs hart genung ist, die Hände nurbaum-öl angeschmiert, und das Pflaster wohl durchgearbeitet, nimm einparier, beschmiers mitjöl, und wickle das Pflaster ein, bchalts zum gebrauchauf.

n. 9 Pflaster vor üble und unhe/lsame schaden.

Uimm praparirten galmei-stein, silberglät, iedcs 8 loth, präparirtetucia i loth, rostn öl 6 loth, nachdem das öl ein wenig warm worden,und die specics zu pulver geflossen, in das öl gethan, und langsam mit steti«gem umrühren so lang gesotten, bis es die rechte harte eines Pflasters be-kömmt, dieses Pflaster wird nicht aufgestrichen, sondern nur nach Propor-tion des schadens gemacht, und dicke wie ein kleiner fing r, so offt mans wegthut, allezeit abgewischt, und übertrucknen lassen, so tan mans etliche mahlbrauchen, also müssen der Pflaster, wegen des Wechsels mehr gemacht wer-den, und so eines oder das andere anders zerfallt, oder verzehrt, thut mansin eine pfanne, und last es über einem feuer zusammen, und nmder zu vfta-stergenmcht. i-ro^rum.

n. io Ein Haupt gutes Pflaster vor alle schade«/ vorbei«- brüche,

essey.waseswill.Zofen öl,ftisches schwein-fett, jedes zwey pfund, thue es untereinander in' emepfanne. darzu zweyhand voll grünen burbaum,und ein seidel odernössel guten spanischen oder sonstenstarckenwein,undlaßsolan'zuutereilt-ander sieden, bisdatz es nicht mchr spritzet oder irachet. und gantz stille sie-det, presse esdurchnntuch, und thue gepulverte silberglät ipfnnd^ncin,und laß es wieder sieden, bis daß es dick zu einer gute/l tVttslstenH wird, daßman es leicht zwischen den flngern balgen tan, aber man muß acht haben.daßmans nicht verbrennt, hernach muß man nehmen weisscn opobalsam 2 loth,rosmarin-öl,wices die matenallsten haben, anderthalb loth, weissenvltriol2 loth, und solches alles in das Pflaster schütten, wenn es nicht mehr heiß,lührs mit einemhöltzernen stössel wohl ab, bis es kühl wird, so denn machtmans zu zapffenoder stücken, so ist es fertig.

n. i<l Zengcr- oder blasen > Pflaster zu machen.

HMNNM ?UMM! «muni^cum l loth, FUMM! lZlieüli ein halb lotß, euptiNl"-

"^ l,i^m 1 quintlein,bertram-wurtzel ein halbes quintlein, smes-blätterein halb loth, sauerteig 2 loth. spanische mucken oder fliegen ein halb quint-lein, die gummi in eßlg zerlassen, und zu einem pfiaster gemacht.