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1 (1709)
Entstehung
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60
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Llrtzney-Buch.

verwundet wäre, nur den schaden mit warmen wem ausgewaschen, unddas öl mit ein federlein in den schaden gestrichen, die salben aufgelegt, destages 2 mal gebunden, so wird man nicht grossen schmertzm leiden, son-dern bald heil werden, und so offt man das öl und salben auf einen schadenbraucht, so muß man allezeit em tuch in warmen wein cintuncken , aus-drücken, und darauf legen. Es ist auch für eyß oder blütschwer und ge-schwer, mit diesem ölgeschmiert, und die salben pflaster-weiß darüber ge-legt, solches ziehet alsovald aus. Es ist gut für die mutter, mgleichm fürdas grimmen, in einer suppen dieses öl eingenommen, warm zugedeckt undgeschwitzt. Es ist auch gut für das zahn - weh, nur das zahn-steisch offtdarmit geschmieret, auch denen wangen oder backen auswendig. Wannsich eines verbrennthat, esseymitschmaltz, lauchen, oder büchsen-pulver,nur offt mit einerfeder angestrichen, so fahren kleine blätterlein auf, willaber der brand nicht nachlassen, so lege die salben Pflaster-welß darüber,so vergehet der schmertzm und leschet den brand; so aber der brand sohesstig, muß man einen löffel vol eingeben. Ist auch gut für erfrohrneglleder, wo die geschwulst ist, soll man sich mit dem öl schmieren, ist esaber schon ausgebrochen, so muß man die salben Pflaster weiß überlegen.Ist auch gut für den griud, des tages 2 löffel voll eingenommen, das ölangeschmiert, und die salbe darübergelegt des nachts, so ziehet es dk Hitzeaus, und heilet den grind. Wann einem die ohren verschwaren, oder ver-meynt, eswerde ihm ein apostem oder geschwür im kopss wachsen, odersonst blättern im mund ausfahren, der lasse etliche tropffen von dem öl indas böse ohr und legt sich auf die andere selten, so Mets inwendig imkopss. etliche

tropffen einschnupssen alle tage. Wann einen eine wespen angelt odersticht, so schmiere alsobald dieses öl darüber; auch wann einer sonsten voneinem gisstigen thiere berühret oder bekrochen wird, soll er dieses öls in-und auswendig gebrauchen. Wann einem gisst wäre eingegeben worden,derselbe brauch gleich einen löffel voll desvls. Wann einer besorgt, eswachse ihm ein apostem - oder geschwür, der nehme alle tage dieses ein, undschmiere sich auswendig, wo ihm weheist, ie eher maus braucht, ie besseres ist, so linderts, und gehet mit dem stuhle weg. So ist es auch gut fürdie ungarische kranckbett alle tage 2 mal eingenommen es kühlet und laxirt,und ein tüchlein emgl-drückt,und über das Hirn gelegt vertreibet den schmer-tzen. Ist auch gut für das grimmen und winde in dem leibe, welche sichim leib verschlagen, oder verhalten; und für den grieß, 2 mahl des tages.allezeit einen löffel voll eingenommen in einer suppen. Es ist denen gut,die magenwehe haben, die es am hertzen drückt, und kein essen schmeckt,

der