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1 (1709)
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Artzney-Buch.

N.2

Wie man den pomercmtzen - und wermuth-zuckermachen soll.3imm römisch? wermuth, wasche di selbe sauber, undstreisse sie von sei-^ nemstengel ab, damit nichts Hartes darben bleibe, hacke und zerstvssedieselbe in einem steinern mörsel klein, alsdenn nimm etliche süsse pomeran-tzen, löse die kerner heraus, und hacke d« pomerantzen auch klein, so denn,wenn mau 8 loth wermuth nimmt, muß man so viel der pomerantzen auchnehmen, und <8 loth zucker, an diese gieß ein wcnig wasser, laß sieden, undwenn der zucker geläutert, den wermuth und pomerantzen nnschr unter denzucker, laß so lang sieden, daß es die dlcke als ein rosen-zuckcr bekommt. Vondiesem zucker nimm zu nachts und morgens emer halben welschen nuß großein, vertreibt wind und gall, stärckt absonderlich den magen.

n.; Köstlicher schlag-zucker,demhaupc, magen und der. brüst nützlich,

simm majoran cklüthe, blau und gelbe Violen, rothe rostn, schlüssel-blu-mm, rothe dichte nägelejn, wilde salbey-blüthe, ochsenzungm, borra-gen, iedes, loth, zu diesem nimm 8 loth zucker, zu ledem^ loth, wie die olü-the nach einander kommen, alles wohl untereinander gestossen, dann m einglaß gethan , und an d'.e sonnen gesetzt, dann mmmt man von den

lpeci!iU5 gromgticis rosgtlz, so in der apothecken zusinden, l loth, und ver-

mengts mit den blüthen meinem mörsel wohl durcheinander, wann es zudicke will werden, so feuchte es mitlavendel-wassernn, davon alle morgen ei-ner haselnus groß genommen,welcher sich des schlages besorget.

n. 5 Ein guter zucker vor die winde und galten.

Mrstlichnimm 8 loth frische wermuth, wasche sie sauber, hacke und stosse"^ dieselbe in einem steinernen mörsel gantz klein,alsdeu nimm 8 loth süssepomerantzen, löse die kern davon, und das übrige hacke alles samt den schalenauch gantz klein, alsdenn nimm drey viertel pfund schönen küchen-zucker, andiesen gieß ein wenigmehr als ein halbes maaß fnsches brunnen wasser, laßsolchen eine weile sieden, und lautere ihn nnt einem ey, hernach selge ihn, daßer fein schön lauterund klar wird, so dann schütte die wermuth samt denpomerantzen darein, und laß solches mit einander so lange sieden, bis duvermeynst, daß sich die scharsse von dem pomerantzen-safft, und wermuthrecht versotten, und es in der dicke wie ein rostn - zucker wird, dann w<m,.sich die scharffe nicht versiedet, so schimmelts gern.