Artzney-Buch.
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^9 Wasser vor das vergicht.
linnn wohlgemuth der blühet, diesen ausgebrennt, nimm desselbi-' genwassersi maaß und 1 pfundrübe-saamm, den stoß gar klein,und thue ihn samt dem wasser in em grosses glaß, nimm darnach hufiattig,kleine klettewwurtzel, pövnien-wurtzel, schöu gewaschen und gerewlgct,geflossen, ein iedes besonders 1 Hand voll, thue es zum rübe saamen undwohlgemuth^ wasser, rührs wohl unter einander, und laß 4 wochm an dersonnen stehen, alsdann brenn es kühl aus, und thue das wasser m em glaß,dann thue ferner darein ein halbes loth blbergell, und laß es stehen, behalt,es auf, von diesen gieb einem starcken menschen em guten löffel voll, oderzwey ein, einem jungen aber weniger.
n. 6o Ein fürtrefiichcs wasser vor reissen von winden.D?an nehme n süsse pomerantzeu, davon die gelbe rinde sauber ausge-"^^ schnitten, zltwer-wurtzel ein halb loch, fiorentmisch vlol - wmyel1 qumtle/n, darauf g<eß em guten reinfall, oder sonst guten wem 5 uosselVlaß es etliche tage baitzen oder weichen, brenn es kühl aus, davon giebtman ewem erwachsenen menschen i loffelvollaufemmalMemklnd drGtropffen weiner hüner-suppen.n. 61 Ein anders dergleichm.
Zan nehme Melissen, chamillen, iedes 2 Hand voll, kümmel. muttcr-kraut, braune müntzen, dillen, iedes eine halbe Hand voll, hacke es,gieß frisch brunnen wasser daraus laß, 3 tage stehen, vrenns aus, guv einemmenschen, den duwmde plagen, abends und morgens 2 löffcl voll zu nin-
^. 62 Ein köstliches wind-wasser, und wmö salben vor die blä>hungcn zu machen, welches auch vcrhütct diewindwassersucht.
rstlich nimmt man römischen kümmel, rhabarbara, sauern undsüssenfenchel, rhabarbara-kraut, Harnwindkraut, spamsche cha-millen, gelbe Veilchen, blaues veilchenkraut, rheinsar, erdrauch. stabio-seu, mellssen, weisse pappel, treutzkraut, huschzungen, tormeuMkraut,.johanneskraut, sonnabendgürtel, gundelreben, diese trauter muß manin einen sauber glasirten Hafen wohlgehackt hinein schütten, und hernachschüttet man ein gute Hand voll klein zerstoßenen kümmeUorbeer und grünewacholderbeer darzu, alsdann nimmt man so viel brautwein, als mandes wmd-wassers machen will, und so viel Melissen--wasser darauf gössen,
und