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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
188
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ArrMy-Buch^

5. Das Trinck - Wasser darzu.

Mstlich nimb auff ein Maß Wasser 8 .Faigen/ gefälltes Hirschhorn

z.Messerspitz voll/gebrenntHirschhorn auch so viel/Stein»Würtzl

was man zwischen 3. Fingern fassen kan/Fenichl l. Huintl/ oder

man Hirschhorn / Agley und Rubsaamen jedes 2. Messerspitz vollin

einem Bier oder ordinari Wasser in einem Pinckerl in das Geschin hen-

gen/ so offt man trinckt / das Pinckerl außdrucken / treibt gewaltig auß.

NL. Diese obgeschriebeneCur in Blattern muß man alles nachVer«

NUNfft UNd Discrerion gebrauchen.

n° 6. Die Blattern/oder die Urschlechten von dem

Hertzcn hinweg zu trüben.

HImb grosse Feigen/koch die mit schönen Wasser und Zucker« Candldarein; Item/die Schaalen von Tauben»Ayrn darauß die Tau-ben gefallen seyn/thue das Hckutl inwendig herauß/wirffesweg/und nimb dicUber-Schaalen/dön/zerstoß sie sein klein / sähe es durch einSieb/thue das Pulver ins Wasser zu den Feigen/davon getruncken/unddie Feigen genossen / treibt alle inwendige Blattern vom Hertzen undHalß / daß sie nicht schaden können.

N' 7. Vor grosse Leuth und Kinder/wo grosser Durst

vorhanden/ in Blattern und Flecken.

H'mb Plutzer-Kern eine Hand voll / Citroni - Kern 40. ein wenigll? Rubsaamen geflossen / und in Saurampffer-oder Erdrauch-Wasser außgedruckt/darnach ein Blcktl geschlagenes Gold/ und

3. Messerspitz wcisses Edlgestein-Pulver/darunter gemischt/zu Zeiten ein

Löffel voll genommen.

,N° 8. Baß die Blattern nicht in die Augen und

Halß kommen.'MAIt einem Türckis oder spitzigen Diamant soll man ihnen 3. mahlAM umb die Augen/Maul undNasen-Löcher fahren/oder man nimbtauch Rosen - Wasser / thut darein ein wenig Saffran °/ und dasWeiß vomAy/das wohl zerklopfst ist/ und von einer gantz weissen Tau-ben ein Federl genommen/damit dem Kind obbemeldte Oerther offtumb gestrichen/verursacht/ daß in diesen Oerthern inwendig keine Blat-tern werden.

N°0.