Aeyne's-Vuch.
Clystir-Zucker/blauesVeigl-Oel ein paar Löffel voll/so ist es fertig/oderan statt deß Clystir- Zucker 2. Löffel voll Rosen - Honig / oder was mannacher hat/dasZimer muß in Blattern Tag und Nacht temperirt warmseyn/biß die Blattern alle abgedörtt und abgefallen seynd : Das Ge-tranck soll seyn von Linsen/ das Erste giest man weg / damit es nicht sostarck werde/ dann thue darzu ^car^onera-Wurtzen/ welche wider dasGifft seyn / und ein brennt« oder gefailt Hirschhorn / das Gefällte siedetman mit/ das Gebrennte aber nicht/ dann das Wasser darvon gar trübwird/ man wirfft es heisser hinein / man tan auch Rubsaamen zum Lin-sen - Wasser nehmen: Man^anauch magere kalte Fleisch suppen zu trin-cken geben in Blattern / wann sie schon alleaußgeschlagen haben / darin-nen Rubsaamen und Hirschhorn gesotten ist / man hat es mir in Blat-tern gebraucht. Wann der Durst so groß ist in der Hitz / indeme dieBlattern schon zeitigen / kan man ein Wasser sieden von dürren Wein-schllrling und Hirschhorn / hernach in dasselbe Wasser/wann es schonkalt ist/ein gesottenen Citroni- oder Weinschckrling-Safft giessen / damites annehmlich zu trincken werde/ und kan man den Krancken von diesemWasser viel Tag trincken lassen/ doch nicht kalt/ sonder lablecht: Ich undmeine Schwestern haben es in Blattern getruncken. Die Speisen müssenlind/ und von keinem Fleisch seyn, biß ?. oder 4. Wochen verlosten/ nach-denke sich der Krancke bcftndet/alleweil mit mehrern Tckgen / etwas meh-rers : Wann der Leib so sehr verstopfst ist/ kan man mit 1. oder 2. Löffelvoll Laxier-Weiubörl den Leib öffnen/wann es vonnöthen ist / und nichtdurchgehen will / in einer Viertlstund soll darauffeine lautere Suppenmit ein halben Iuintl Weinstein-Pulver gegeben werden/das thut manerst gebrauchen/ wann die Blattern schon im Abfallen seyn/ man hat mires gebraucht. Der Doctor hat mir allzeit frühe umb 7-Uhr eines^uintlschwär rothes Fugger-Pulver eingeben/in Cardobenedict-Wasser/ umb3. Uhr wiederumb / umb «o. Uhr Abends nochmahlen / zu Zeiten hat ermir dasl'erra.äißillara.Tränckl an statt deß Pulvers eingeben, und dasPulver zu Zeiten in Sachstn-Wasser/auch bißweilen Perl-Wasser zu«Sta'rcken geben.
Der Doctor hat auch/wann die Blattern schon vorüber seyn / etliche^Tag nacheinander frühe in einer SuppM9.oder io. Tropften von demElexir geben / und diß zu Stockung deß Magens / es ist aber zimblichhitzig.
Der Doctor hat meiner Schwester nur allzeit eines Huintl schwckrrothesHyacinthen Pulver inErdrauch-WasserFrü h undNachts einge-ben/ Nachmittag von dem gramnEdlgcsteiwPulver 3. Messerspitz voll /
und