Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
183
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Aeyne^Vuch.

,3;

13. Ein anders/ wer sich hart verbrennt am Leib.

^Imb Baumöl/ von neugelegttn Ayrn die Clar/Milchram/einesD so viel als deß andern/ und rühre die drey Stuck untereinanderwohl ab/ nimb Volum ^rmenum, stoß denselben zu Pulver/ thuees darein/bißes wird/wie eine dicke Milch/dann streichs mit einem Fe-der! auffoen Schaden/über und über/und so offt esLufft gewinnt/ soüberstreichs mehr.

I^° 14. Wann sich jemand mit Büchsen-Pulver ver-brennt/ den Brand zu löschen.

AWüchsen-Pulver in einem Mörser/ oder auffeinem Reibstein klein ge-KA rieben/daß es wird wie ein Mehl/ darnachGaiß-oderKühe-Mi'ch/welche man haben mag/1«. Löffel voll genommen/ und deß gerie-benen Pulvers einen Löffel voll wohl darunter vermischt/ dann nut ei-nem zweysachenTüchl über den Brand gelegt/ soosst es trucken wird/wieder genetzt ?. oder 4- mahl; Ist einer geschossen/und sehr ticffhinein/sol/man solches ein wenig warm darein spritzen/ alle Stund einmahl/und biß;. oder 4. Stund nacheinander.

Ist aber der Vrand groß/ daß man besorget/ es wolle dem Hertzenzuschlagen/und die Hitz einwerts ziehen/so solle man darzu thun Rosen-Essig/ Rosenwasscr weissen Wein/Seeblumen-Wasser/jedes ein Seit!/Lolum^rmenum l.Loth/ auff das kleinest gepulvert/ vermisch wohluntereinander/darvon;.oder4.Löffel voll gegeben/ über eine Stundwiederumb so viel/ benimbt alle Hitz und Brand.

5l« 15. Wann jemand sich mit Feuer oder heissen

Wasser brennt.

An nehme weisse Lilienblühe 2. Hand voll/in ein Glaß gethan/einhalb Pfund Baumöl daran geschüttet / in einer Wärme Tagund Nacht stehen lassen/ hernach 4- Loth Leinöl darzu gossen/mitdiesem Oel den Brand deß Tags;. mahl bestrichen-

5l° 16. Ein anders.

En Brand sauber außzuheylen/nimb weiß Wachs l. Pfund/deßobbemeldten Oels8. Loth/ Kölber-Inschlicht4. Loth/ unterein-ander lassen zergehen/ nacher gerührt/ biß kalt wird/oises Pflaster

auff ein Tüchl gestrichen/ deß Tags zweymahl über den Brand gelegt/

heylet von Grund auß.

N'