Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
182
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

,8z

Arytte^Vuch.

N

den Brand/ so vergehet die Rothe/ salbe es zum öfftern/ so heylet eSdesto ehender / man darff den Brand nicht zubinden/ es gewinnt eineschwartze Rufen/ streiche das Scklbl für und für darüber, biß er Rufenselbst herunterfallt/ man darff nicht sorgen/daß der Brand unter derRufen einwerts frist/ die Salben ziehet alles herauß/ schneide die Blat-tern nicht auff/ sie vergehen von dem Sa'lbel.

N° 8. Ein Salbel vor das Verbrennen.

ühre Bleyweiß unter ein Rosen-Oel/und Aprclar/ bestreich denSchaden darmit.

9. Ein anders.

Ach einen Fisch in Oel/ solches Oel behalte auff zum Gebrauch/wann sich eines verbrennt / mmb von diesem Oel «m wenig / ver-misch mit Ayrclar/ und über den Brand gestrichen.

K° IQ. Ein gute Salbe / wer sich brennet.

Rstlich nimb i. Pfund Butter/ ein halb Pfund gelb Wachs/einHand voll Kitten-Kern/ z.HandvollmlttereRintenvonHolslerstauden/ 2. Löffel voll Terpentin/ dieses alles misch unterein-ander/und laß ein halbe Stund lang sieden/darnach balg es durcheil»Tuch/und rührs biß dick wird/wann sich ein Mensch mit Feuer/ Faisten/oder Wasser verbrennt/ soll man alsobald m«t dies r Salben schmieren.

N° 11. Vor das Verbrennen.

lImb ein Schmaltz/ bach ein Ay darinnen gar braun/ darnach gieß' das Schmaltz auffein frisch Wasser/wasch dasselbige 9. mahl inweissen Rosen-Wasser auß/ wann man so viel Ros nwasser nichthat/ sogiest man ein wenig auff das frische Wasser/ misch untereinan-der/ alsdann siede ein Habern gantz waich / und wann er gar wohl ge-sotten ist/ schlag ihn durch ein Sieb / rührs unter den außqewaschenenButter wohl durcheinander/ schmiere den verbrennten Schaden garwohl/ offt und viel darmit; es ist auch gut/ wann einer Frauen dieBrüst schwüren/ dieeinsa'ugendes Kind hat/ da ihr die Wckrtzen offenseynd / so schmiere sie damit.

5s° 12. Ein gute Brand-Löschung/ wann einer ge-schossen/ oder mit Pulver gebrennt wird.O netze alsobald ein Tuch in rothen Kittensafft/ und schlags umb/ists einSchuß'soll man ein Wa'tzl von ftischcnSpeck machen/undin Schaden stecken / den Kitten-Safft darüber legen.

N° 13.