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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
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ArrM^-Buch.

N

on allerley Ualßen.

i. Die Attich-Salßen zu machen.

l Imb ein gute Menge der abgeröhrleten Attich - Vor in ein sauber' Schaff/ zerstoß mit einem hölßernen Stämpffel/ laß 4. oder 5.Tag also zugedeckt stehen / alsdann preß auß / koche dann denSafft zu einer Dicke / aber langsamb / daß es einer Salßen gleich sitzet.

N° 2. Wie man dieLreutzbör-Salßen macht.

Mstlich muß man nehmen Creutzbör/so im Monath October zeitigwerden/ und muß sie sauber außwaschen/und darnach in einen gla-sirtenWeidlingthun/ und einen guten Oesterreicherischen Weindarauffgiessen/daß er 2. zwerch Finger über die Bör gehet/und also 24.Stund paitzen lassen/darnach nimbt man;. Maß solcher gepaitzen Bör/und thut stein ein Messinges Beck/ und darein i s. Gewürtz-Na'gerl / einRshrI Zimet/wie ein kleiner Finger/und iQ.Imber-Wurtzen/ dasGe-würtz muß man alles klein zerschneiden/ und unter die Bör thun/ und solang sieden/als ein frisch paar Ayr/ darnach durch ein Tuch außdrucken/zu 3. Pfund deß Saffts/1. PsundZucker/und laß es wlder durcheinan-der sieden/ biß es wie ein dicker Iulep wird / so ist er fertig.

Folget/ wie man die Salßen brauchen soll.

Östlich einer Manns-Persohn/ so einer starcken Natur ist/4. Löf-fel voll/ einem Weib oder anderer Persohn / so schwacher Naturseynd/ und leichter zu laxiren / muß man nehmen z. Löffel voll /Nachmittag umb 4. oder s.Uhr / und muß darauff eine gantze Stundgehen / dann eine lautere Suppen getruncken / solche Bör muß man al-so kennen/ ob es die rechten seyn / man thut den Safft auff ein weißesPapier / wann sie die rechten seyn / so wird es grün / wird es aber nichtgrün / so seynd sie nicht die rechten/ wanns subtiler Natur seynd/ so gibtman anderthalb Loth / wann sie auch schwach ist / so gibt man in 2. oder3. Tagen wicderumb.

>l° 3. Die Kronabeth-Salßen zu machen.

An nimbt die Cronabeth-Bör/und flösse sie wohl/ wanns geflossenseyn / so giest man ein wenig Wasser daran / und laß wohl sieden /darnach außgeprest / und den Safft wicderumb sieden lassen / und

alle-