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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
51
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Aryne^Vucb.

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an/ davon al/e Morgen eimr Haselnuß groß genommen/ welcher sichdeß Schlags besorgt.

N°4. Ein guter Zucker vor die Wind und Gall.

lRstlich nimb 8.Loth frischen Wermuth / wasche ihn sauber/ hack«und sto/se denselben in einem steinern Mörser gantz klein / alsdannnimb 8. Loth süsse Pomerantschen / löse die Kern davon / und dasübrige hacke alles sambt den Schöllern auch gantz klein / alsdann nimb3« Vicrtling schönen KuchelHucker/ an diesen gieß ein wenig mehr als einhalbes Mckßl frisches BrunnemWasser/ laß solchen ein Weil sieden/ undläutere ihn mit einem An/ hernach seyhe ihn/ daß er sein schön lauter undklar wird / sodann schütte den Wermuth sambt den Pomerantschen dar-ein / und laß solches miteinander so lang Heden / biß du vermeinest / daßsich die Rauche von den Pomerantschen-Safft/und Wermuth recht ver-sotten / und e< in der Dicke / wie ein Rosen-Zucker wird / dann wann sichdie Rauche nicht versiedet/ so schimpelts gern.

5lL. Wann ein Mensch an den Winden/ an der Gall/ oder Magen-Wehe leydet/ soll er bißweilen von disem Zucker zu Nachts und Mor-gens jedesmahl einer halben Nuß groß einnehmen/dann es vertreibt dieWind und Gall / und sta'rckt gewaltig den Magen.

N° 5. Guten Zucker-Rosat zu machen.

Rstlich nimb schöne abgeschnittene Scharlach - Rosen / daß nichtsgelbes darben bleibt/i.Psnnd/dieselbe stoß in einem steinern Mör,ser auffdas allerkleinest/nimb 2. Pfund schönen meisten Kuchel-Zucker/ daran gieß ein Halbe gutes außgebrenntes Rosen-Wasser/ laßden Zucker zimblich dick sieden/dann ein wenig erkühlen/darnach thue diegeflossenen Rosen darein/und laß ob einer reschen Glut geschwind sieden/etwann so lang / als ein paar Ayr/ darnach soll man etliche Tropffen5piriru5 Vitrioli darein thun / damit es eine schöne Färb bekombt / odervon 2. Lemoni den Safft / aber mit dem Lemoni-Safft muß er ein wenigsieden / dann sonst bleibt er nicht/ mit dem 5pir,'tuz Virrioli aber darffman es nicht sieden / solches behalt in einem Maß / oder sonst erdenensaubt rn Geschiri; wann ein Mensch sich sehr erhitzt befindet/ oder sonstschwär und übel auffder Brust ist/ soll er zu Zeiten davon nehmen/dannes kühlet gewaltig die Leber/ das Geblüt und die Nieren.

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