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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
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35
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Aryney.Buch.

N°I.

zon allerley Mig.

Recept / wie man den goldenenen Effia

machen soll.

)s

Mstlichen nimb2.Pfund schönes neues Bley / brenn das in einem- unverglasten neuen Hafen (aber keines von lchwartzcn Geschiri)wann der Hasen gantz erglüet ob dem Feüer/ so thue das Bleudarein/wann es zergangen/so rühr es mit einem eysernenSchckufferl/daSvoll Löcher «st/ auch zuvor glutiq / biß das Bley schier will ansangen tuPulver zu werden/ alsdann nimb einen Ducateu/ wirfflhn in das Bley/und rühr es alles wohl durcheinander/blß daß es alles ;u Pulver wor-den <st/ rühr es gemach eme gute We,l auffeinem Kohlfeuer/ daß der Hassen alleweil glutlg ist/uimb es so dann vom Feuer/laß alles zumahl erkal-ten / thue von solchem Pulver z.gute Eß-Löffel voll in ein Glaß / woreinsünff^eitl gehen schütte über solches Pulver ein Maß guten weissenWein - Essig / stell es an die Sonnen / oder sonst in ein warmes Otth /laß also 14. Tag stehen/ mankan noch einmahl Essig darauff messen /wann nur der Essig süß wird / ist gut zu allen offenen Schäden und Ge<schwulst/Lachftuer das Gefrören/für die Hertz-Brein/ auch sonsten inhitzigen Kranckheiten /als 3. und4. Täglichen Fiebern überauß gut/ einTüchldaremgu,eht / und auff das Hertz / Pulß und Genick gelegt/ziechtdieHtzauß/ und stärckt das Hertz/ man gib auch gar einer ge<wachsenen Persohn einen Löffel voll in einem frischen Brunnen - Wasserem ; für das Zahnwehe ist es auch gut/ den Essig lassen warm werden/und in den Mund genommen / so Hort der Schmertzen auff/dieses tödtetauch den Wurm / -Assel am Finger und andern Orthen / daß sonsten offtein Glied muß abgenommen werden/ so bald man empfindet / daß einGlied wehe thut / oder geschwollen wird / daß man besorgt/ es möcht einWurm wachsen/ alsobalden diesen Essig lassen warm werden / und miteinem Tuch l warmer auffgelegt/ wann aber die Schäden hißig ^ynd / solegt man es kalt auff; es ist auch

der ein Löffel voll einnimb t/ er ist auch für alle Geschwör gut; Item fürdie geschwörende Brüst/ er zertreibet die Gespün / und heylet die Wartzl/wann sie schwüng seynd/ dieses Pulver bleibet viel Jahr / will man esaber kräfftiger haben/ so muß man zu 2. Pfund Bley 4. Ducaten neh-mn/heylet geschwinder/ und ist besser.

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N°2.