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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbarem Fleiß, und auff das Heyl deß Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß vieler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Dotorn lang-gepflogener Erfahrenheit
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AryM's-Auch.

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es lab auß; man nimbt Abends und Morgms ein Löffel voll darvon.Wann man aber dle Salben machen will, so nimbt man weniger Brand-wein/ und kein Melissen-Wasser/ sondern schönen Butter/ disen mußman unter die Kräuter zerlassen / und etliche Ta'g paißen lassen / hernachlast mans gemach sieden / druckt es auß / und rührt es wohl/ daß za'chwird / so bleibt es länger; wann man das Wasser macht / so nimbt manein Loth Rbabarbara/ macht man aber die Salben/ so nimbt man mehr.

N° 63. Wind-Wasser von den Römischen Lhamillett.

' .Imb der Römischen Chamillen zo. Hand voll/hack es klein/oder? stoß in einem Mörser / paitz in »5. Pfund Chamillen - Wasser 24.Stund lang / und 6. Pfund deß sta'rckesten Weins / darnach preßauff das stckrckeste auß / in disem außgepresten Wasser paitz zweymahlmit Chamillen/ laß stehen wie zum ersten / außgeprest / dann zum drittenmahl widerhollt nnt frischen Chamillen-Blumen/ hernach nimbt mandisesWasser/ und thut nachfolgende Stuck darzu : Wermuth/ Cen-tauer/ Wohlgemuth/ jedes dritthalb Hand voll/Aneiß/RömischenKümel/Cardobenedict-Saamen jedes z.Loth/Cronabethbör/Lorbeer/jedes ein Loth / dises alles groblecht zerschnitten / und zerflossen/ und inobiges Wasser eingepaitzt/24.Stund stehen lassen/darnach außgebrennt,in ein Glaß wohl verwahrt; dises Wasser hat grosse Krasst/ die Windaußzutreiben / und die Schmertzm deß Reissen zu lindern/ so von denWinden entstanden / stärckt auch die geschwächten Glider/ so von disenSchmerßen herkommen seyn.

x° 64. Ein bewahrtes Wasser für die Wassersucht/ ist

vilen darmit geholffen worden.

«HWIstillier im May ein Wasser von Regen- Wurm/ trinck Abendsund Morqens zwey Löffel voll deß Wassers / thue es vil Wochen/du w,rst Wunder sehen / was GOTT mit einem solchen Ding vor

Wunder thut.

N° 65. Das Zimmet-Wasser zu brennen.

»») uff ein Pfund Zimmet / nimbt man Malvasier/ Borago- und LimKden-Blüye-MelissewWasscr/jed/s '.Halbe/laß ^.Tagpaitzen/dann kühl außgebrennt/die Zimmet muß man klein schneiden/undwann man kein Malvasier hat / so nimb sonst ein starckcn süssen Wein/ soist es scrttg.

D N° 66.