222
Arynep-Buch.
9. Noch ein anders.
/Tem/ dienet absonderlich/daß man denen Frauen zu einer Kevul-^ llon Ader lasse/ und zwar das Blut nach und nach benehme/ öff-ters die Aoer zugehalten/ alsdan folgendes Tranck frühe Mor,gens 8. oder 9. Untzcnauff einmal außgetruncken/ man nimbt von 3.sauern Pomerantschen / so noch etwas grünlechtseyn/ die Schäller/schneids in Stücklein/ und gieß darauff 7 Pfund Wasser/ ist ungefehr7. Seitl/ laß es sieden/ daß der andere Theil einsied/ das übrige gesie,yen/und zum Gebrauch behalten; Will mans abernoch starcker haben/tan man zu letzt ein wenig Maußöhrl^Kraut auffsieden lassen/ auch indiscm Tranck ein Stahel ablöschen.
3<° lo. Noch ein anders.
! Olsten ist köstlich/ wann man die Blühe hatte/ vonEberwurtz oder
Einhacken/ dessen etwan ein Huintl/ oder ein halbes in einerSup-pen ewgeben.
II.
Ein anders.
^Tem/ Bocks-Blut ein halben Scrupel / oder eben so vil Hasen-Blut eingeben-
N" 12. Ein anders.
'Ehr ist gut etliche Morgen ein Huintl schwär gepulverte AyrsSchallen auff einmahl eingeben/ sonften auch den außgeprestenSafft von breiten Wegrich/dessen ein Becher vollmit eln OuintlQolapKonio etwan 4'inal eingeben.
^° 13. Ein anders.
^An kcm auch von gesottenen Kalber^Füssen die Suppen nehmen /warinnen das Blutstillende Kraut/ als Wegrich/ gesotten/ undtrincken lassen.
N° 14. Ein anders.
^Tem/ ein Salsen von Hetschcpetschen öffters genossen/ sonderlich/l, wo ein hitzige Leber verbanden.
N° 15. Ein anders.
^O aber das Blut sehr wässerig seyn solte/wäre gut nach der Adwlaß mlteinwenigMcn.oac4n», oder Rhabarbarazu purqiem.
K°i6.