Druckschrift 
Freywillig-aufgesprungener Granat-Apffel, Des Christlichen Samaritans, Oder: Aus Christlicher Lieb des Nächsten eröffnete Gehaimnuß, Vieler vortrefflichen, sonders-bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens
Entstehung
Seite
118
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

li3

Aryne's-Vuch.

ftisck Wasser auft die Materi/ daß sie sich absüst/und wans ein Weil ge-standen lst qiest mans gemach ab/und wieder ein anders Wasser daran/biß nicht mehr <aucr ist/ dann in eimGlaßgctrücknet/ denEsstg sauberabgesyhcn / kan man denen Leuthen in frischen Wasser abgegossen / trin-cken lassen / so vil sie wollen / l^in hitzigen Kranckheiten zu verstehen ) diePerlcin löset man auffmit distiUitten Essig gleich wiedle Corallen / dar-ben aber tst,u beobachten / daß man in em Seit! deß Lssig 2. biß z. Lothdisttllltten Glünsvan -- Geist giessen muß / so lösen sich die Perlen destobesser auff/ und wird das ^Mei-ium vil schöner und weisser/ nach demist zu prciceäiren) gleich wie mit dem CorallenMaMeno.

>I° 3. Wie man 8ac^ariim3ilrulni,oderBley-Zllcker

zurichten soll.

'An nimbt Bley-Aertzt/ rothen Menig/ oder Silberglät/ giesse^ darauffeinen starcken distillirten Wein-Essig / und laß es in einerWarme so lang stehen / biß der Essig alle Süsse herauß gezogen/so dann durch ein Flüß-Pappier lauffen lassen / nnd m emer Sand > Ca-pellen bey linden Feuer / denCssig völlig darvonabrauchen lassen/ auffdie Trückne/ man kan i. oder 2. mal frisches Wasser nachgiessen / damitder Geschmack von dem Essig sich verliehrt / und wieder trücknen lassen /so bleibt der Bley-Zucker schön weiß in dem Glaß.

>s" 4. Brein-Zeltl zu prceparirn.

«5 An nehm Salitter 1. Pfund/ leg denselben in ein Schmeltz-Tügel/' den setzt man ins Kohlseuer/ daß er zergehrt / alsdan gejiossenenSchwebe! darunter gemischt/ wann der Schwebe! auffhsrt zubrennemmischt man darunter 82! ^.rmoniacum,und faunibt den unsau-bern Faumbherab/ gieß in die Gewlchtl/ so seynd sie fertig/ man kanüber 1. Pfund nicht machen / und wann was am Schmeltz- Tügel bleibt/zerlast manS im Feuer wieder/ und giest es wie oben gemeldt.

51° 5. Koriander zu prceparirn.

^Aich disen in Essig/ und laß ihn4. oderx. Stund waichen/ undhernach thut man ihn auffein Sübl/ und last ihn trucken werdenvon sich selosten/ oder in Wegrat-Wasser/ auch 4. oder s Stundwaichen lassen/ und eben für sich selbst trücknen lassen / zum Stopftenmuß man den nehmen/ der mit dem breiten Wegrich-Wasser ist prcrpasritt/ zum Purgieren aber der mit Essig.

N°6.