Druckschrift 
Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
361
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

Atyne^-Vuck.

z6«

Visen Blut nachmahls in das Hertz durch die Gckng der Adern/ so vomHertzenin die Leber absteigen/ in die wittere Hohlen deß Hertzens einzie-het/ daraufferst noch ein höheres Geistmässiges Lebenhasstes Blutge-bohren wird / darmnben auch der Magen / die Leber und das Hertz / jaeines von dem andern empsahet/ und wiederumb geba'hrt/ darnach jedesdem andern seine Geburt mittheilet/ darumb sie alle geba'hrende Gliedergenennet werden/ die 5ublian- der Leber ist an ihr selbst ein grobes Blut/roth/ hart /grob und fleischig / mitvilen Adern und Orthen zusammengefast^ welche unter denen kleinen Rippen herab verborgen ligt / und hatden Magen in sich eingesast/ und mit ihren Flügeln von der rechten Sey-ten herab bedeckt/ von hinterwärts aber mit demselben / so von dem Her-ßen herab gehen / verfangen / auch den Rucken / den Magen / Hertz undLungen herab Wandte Nieren / Blasen und "leNiculoz sein Anhang/und Zusügung hat/ es werden dann auch von der Leber außgetheilt/alleBlut-Adern / in das Hertz/ indieAder Vena dava genannt/darvonnächst hernach Meldung geschicht/ das natürliche Speisen theilt sich außin demgantzen Leib/das unnatürliche schiebt sich beyseits / in seine geord-nete Gefäß- als die unnatürliche Feuchtigkeit dem dalexi Kubro, dasist der Schaum deß Geblüts/ in d« Gallen / das grob ist/ aber die Hes-sen deß Geblüts / welches die Melancholey / und (^«llera m^ra ist / indas Miltz / das edleste Geblüt in das Hertz und andern Gliedern/ dasrkiegma in das Haupt/ die übrige Feuchtigkeit die voller» rubra von'der Gallen/in die Nieren und B/afen/die Kranckheiten der Leber/ undmancher Orthen etliche auß Orthen eignen/ etliche auß zufallenden Er-wegnussen der hinfallenden Kranckheiten der Leber seynd / als durchUberstüMeitdeß Trinckens/ grosse Erhitzung / scharffe Speiß undTranck/ auch vor grosser Übung/ Hitz / schwären Arbeit/ TantzenSprin-gen/ Fallen/ Schlagen/ auch kalten gähen Trincken / in hitzigen Übungenund Fiebern auch dergleichen/ aber die eigene Kranckheit der Leber seynd/als Uberschattung deß Bluts/ überftüsiige Feuchtigkeiten/ welche außSchwachheit der verlohrnen Dauung der Leber entspringt / daraußdann schwckre Kranckheiten/Geschwär/ Apostem/Fckulung / Wasser-sucht und anders erfolgt.

N° 2. Salben vor cm harte Leber.

!^Imb weiß Rosin-blau ^3cigl-und weiß Lilien-Oel/ jedes). Lös-' fel voll/ weiß Wachs i. Loth/ Rosen-Cssig 4- Löffel voll /ein we-nig rothen Sandl und Gaffer/ zerlaß durcheinander/ und schmieredas Orth der Leber.

3 z n- 3.