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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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333
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Aryney-Vuch.

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ür den Durchbruch der Minder.

i. Wann die Kinder zu vil Stühlerl haben.

O seynd sie einen Tag besser/ den andern wieder übler / daß allezeitein Gewässer darbey ist/ und schmeckt wie ein Ta'mpssel säuerlich/offt sehen sie Goldsarb/ den andern Tag gelb äuß / also heist manes die Feucht / so soll man dem Kind 3. oder 5. Feucht - Bohnen an denHalß hengen/auch so es ein Kind/daß noch an der Brust saugt/ der Amelvon Galgant und Mastix ein Wasser sieden lassen / dem Kind aber einerLinsen groß Mermes eingeben/ dißmuß man aber nur einmahl einge-ben / soll den Magen gewaltig stckrcken / in einer Gespün abgetriben / dasMckger/aber mit Pomerantschen-und Maftir-Oel schmieren^

N

2.

Wann man die Kinder abspant/ gewisse Lalbl zubachen/so man allzeit in ihr Trincken wirfst.^Imb ein schönes Mandl-Mehl/ein wenig grob geflossenen Corian-der/Aneiß Fenichl / jedes ein wenig / eine halbe Muscatnuß/).Na'gerl/und etliche Körnl Mastix / oises alles zerflossen/ mit einAy abgemacht/ und Zeltl oder Leibl davon gemacht/ und gebachen/ wannman der Kinder ihr Wasser vom Feuer mmbt, so wirfft man ein solchesLaibl hinein/ und gibt dem von solchen Wasser zu trincken-

N° 3. Zeltl vor den Durchbruch.

HMImb ein fttWes Ay/jeefloß eine ganße Mu/^atnuß/so vil gepulver-U^ ten Mastix/alsdte Nußwögt/prcepartrten Conander ein Löffelvoll/ auch zerstossen/alsdan dise Sachen mit dem Ay wohl abge-rührt/ hernach so vil schönes Mehl / damit ein Taigl gemacht / dann dar-auß ?. dünne Zeltl gemacht/bachs auffeiner Heerdstatt schön braun auftbeeden Seithen/mmb alsdan ein Krügl von einer Maß/ wann das Was-ser anhebt zu sieden / so nimb ein solches Zeltl / brich es zu Stucken/ undwirft es hinein/kanft noch einen Wall darüber thun lassen/ wann es überNacht gestanden ist/ soseyhetmanesab/ sonsten wird das Wasser garhail darvon/ wann es verbraucht ist/ so sied man wieder ein frisches / undlast die Kinder darvon trincken/ so lang als vonnöthen ist.

N" 4- Ein anders.

^Tem/ mach ein ge/otten Wasser von gedörtten Ayr-Schrützen / undKitten-Spckltl/jedes eine Fand voll/ anderthalb Loth Hirsch?Horn/ Fenichl/ prceparirten Coriander/ jedes 1. Loth / dises allesgesotten in Wasser.

Tt 3 ^ 5-