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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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Aryne-p-Buch.

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In der Kinder gewohnliches Trincken

soll man legen-Rstlichnimbein wenig prceparirtes Hirschhorn/ Cardobenedict-Saamen/ein wenig rothe Myrchen / ein Stück! Petonia, Wur-tzen / ein Blätl Gold / z. zerschnittene Feigen/ dise Stuck alle zu«sammen in ein Pinckerl gebunden/und so ins Trincken gelegt/ alle 2. oderz.Tag sollmansverneuren/ man soll ihnen auch daS Trmcken nichtzuvil verwehren/ damit nicht der Durst zu vil überHand nimbt / noch sie garzu hitzig halten/ sondern mtemperirter Wärme.

5s° 8- Das gesottene LinsewWaffer ist denen Kindern

auch gar tauglich.»Annimbt Linsen nachGeduncken/ wasche sie sauber/gieß frischesBrunnenwasser daran/laß sie sieden / und wans den ersten Sudgethan / seyhet man das Wasser herunter / und giest wieder einsaubers Wasser daran/ und lastswieder sieden / biß genug ist/ wans ge<nug gesotten hat / wirfst man auffdie letzt ein Bröckl Gold - Mynhendarein/ und last davon die Kinder trincken/ ist ihnen sehr gut.

55° 9. Em anders Wasser/welches man denen Kindern

zu trmcken gibt / so vil sie wollen.lImb auff 3. Maß Wasser l.Loth gefailtes Hirschhorn/ ?. Wälwsche Feigen/gewürffiet geschnitten/ ein wenig Weinbörl/i.guteHand voll Linsen^ man muß vorbero in einem Hckserl etliche Sudthun lassen/ und das erste Wasser weg giesien / alsdan thut mans zu denandern Sachen/auch i.viertl Theil von einer ^err» 3iZill2r2, wannman die weisse nicht haben kan / nimbt man die rothe / die weisst ist aberbesser/ das gefällte Hirschhorn aber bindet man in ein Tüchl sambt dergestosscn.cn 5erra8ihMar3, lasts also sieden/ biß ein Halbe / oder andert-halb Seitl Wasser eingMten ist/ und glbs dem Kind zu trincken / abernur nicht kalt/ es seye Winter oder Sommer; wegen deß Halß mußman wohl Achtung aeben/ wann manvermevnt die Blattern seyen imHalß daß sie nicht Lufft haben/ bißweilen ein wenig blau Veiglsasitge«ben/doch nicht zu vil/ dieweilenertühl/nursovil/ daß der Halß gelin-dert wird/ das fürnehmste ist/in gleicher Wa'rme das Zimmer zu halten/nicht;« heiß/ auch nicht zu kalt/auch wegen deß Essen/nur lauter geringeSpliß / als Pancktl / Zwespen/ Köchl/ und Spenätl/ daß man auchzumallerchesten in Obacht nimbt/ daß sie offen imLeibseynd/ auch nichtzuvil Essen geben/ biß sie auß der Gefahr seynd-

Ss 2 ' ^° IO.