däsFleW alles sauber von Capaunern / thue die Beiner und Ha'utdarvon/leg es in einen gläsernen Brenn-Zeug/und gieß von der Sup-pen/darinnen die Capauner gesotten/ daran/ daß die Suppen 2. Fin-ger über das Fleisch gehe / brenne es kühl und langsam auß / wann dasFleisch gar trucken wird/ kan man es milder Suppen feucht machen /darinnen die Capauner gesotten haben/ und fortan außbrennen/ ver-mach es wohl im Brenn < Zeug / damit keine Krafft darvon komme/ dasdistiUirte Wasser thue in ein erdenes weites Geschin / und laß an ei-nem kühlen Orth stehen / mit einem weissen Tuch zugedeckt / und sey-he es alle Tag 2. mahl durch einen weissen Parchet / biß es den Geschmä-cken gantzverliehrt/ und gantz klar wird/ welches gemeiniglich iN4o.T<i-gen geschicht.
N° 95. Die Krauter in das Schwitz-Bad in 6. Wo-chen nach der Kindelbeth zu gebrauchen.
^Elissen/Mutterkraut/Eybisch/Käßpappel/Glaßkmut/Chamillen/aller Welt Heyl/ Haberstroh/ worin der Haber noch ist / Crona-beth-Knöpffel / dise Kräuter legt man eins umb das ander in einKessel / biß er voll ist/gieß dann voll mit Wasser / laß auff einer heissenHeerdstatt über Nacht stehen / frühe dann wohl sieden lassen / man kanauch rothen Beysuh/ und etwas wenig Eystnkraut darzu nehmen.
>5l° 96. Die Salben zum Glieder schmieren.
W) Ann mau in dem Schwl's - Bad l/?/Fe/?oMe L'ro/mbet/Me / Ve-nedische Saiffcn so geschahen / mit Brantwein/ als wie ein Kochunteremander gerührt/ diegantzenArmb und Fuß wohl darmitgeschmiert/ die Fuß biß über dieTiech und Bauch herab geschmiert / na-cher mit einer Arbes-Suppen / mit einem Schwam hübsch herab gewa-schen/ auffdie Letzt mit einem starcken Wein / so mit Lavendl/ Roßmaringesotten/ hübsch die Glieder und gantzen Leib genetzt / und abgewaschen /darüber in ein geräuchertes Beth gangen.
N° 97. Wann einer Frau die Mutter vertrifft.
»Ann ein Weib den Schaden an ihr befindet/daß sie ein Bruch derMutter an ihr hat/ die nehm 2. Ströhn rohes Garn/ und laßdas einäschern/ laß einsieden / biß daß Zeit ist außzuwaschen/schütt das gesottene Garn.in einen Hasen/ laß das Weib darüber sitzen /daß der Dampffwohl aussden Schaden gehet/und wohl sanfft erwarme/das thue Abends und Morgens / biß du empfindest / daß der Schadenwaich wird/ und wieder anffgeoräherer / das Garn kan man allzeit wckr-
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