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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
Entstehung
Seite
218
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Aryney-Büch.

^ lo. Satmey. Suppen.

HAn nimbt eine Hand voll ^ '- cy/ es ftp frisch oder du« / thue es' in ein z. Seit! Topff/gieß daran ein gute Capaunsuppen/undeine Mutter-Muscatnuß/Mutter-Nckgel 9- und ein wenig gan-tzen Land-Saffran/wohlvermachter zu einer Glut gesetzt / gemach siedenlassen/biß ein halb Seitl eingesotten / sodan vom Feuer setzen / und lassenkalt werden/alsdan nimb alle Morgends und Abends ein Vicrtl Seitlvon diser Suppen/ schlag ein Ayr-Dotter darein/ und ein Stück! But-ter/ wie man pflegt eine Biersuppen zu machen/ und trinck es auß.

^ n. Ein gar gute Fassten denen Frauen die Mutter

zu reinigen/ und zu starcken.^An nimbt frische Capauner - Faisten / die in kein Wasser kommenist/ klein zerschnitten/ darnach nimbt man nachfolgende Krauter/als Chamillen/Melissen/Roßmarin/eines fovilalsdeß andern/

»9.Stück!/ Lorbeer29. dises Gewürß klein zerstossen/und sambt den Krautern in derFaistenwohlgesotten/ dann starck ln ein Geschirl außqeprest/ darvon nimbt manin einer Hennen-und CapauwSuppen/em Löste! voll diser Faisten/ mankan es brauchen / wann ein Frau ihre Zeit hat/ oder außbleibt/daßsie versichert ist/ daß sie nicht groß Leibs seye.

N° 12. Ein Tränckl / so bewahrt ist / die Mutter zu rei-nigen / und zu stärcken.

lAn nimbt 1. saure Pomerantfchm/die /cHttewetman oben auß< emhalben Thaler breit/und hols inwendig auß/ darnach nimbt man3.Mutter-Muscatnuß/9. Mutter-Nagel/ ein halb Huintl Saff-ran/dise Stuck ein jedes in 3.Theil getheilt/ und solche Stuck in z.Po-merantschen gefüllt/und mit dem vorigen Deckel zugemacht / verbunden /und in ein feuchtes Werch eingemacht / und in heissen Aschen gebraten /wann sie waich gebraten seynd / legt mans in ein saubern verglasten Ha-ftn/ und thut darzu nachfolgende Stuck: Mutterkraut/Melissen / Roß-marin/ Polley/Majoran/Margarantenbiühe an der Zahl 9. rothe Pap-pel-Rosen 9. wilden Seneff-Saamen ein Hand voll / von Kräutern vonjeden 9. Wipffel^ zerhack alles/ in Hasen gelegt / und 2. Maß guten altenWein darauffgossen/ den Topffmit ein Deckel wohl vermacht/ bey einemKohlseuer den dritten Theil einsieden lassen/ darnach laß mans vermach-ter kühl werden/ darvon trinckt die Frau Morgends und Abends 9. Löf-fel voll warmer/ es ist oftt probirt worden.

N° 13.