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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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122
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Aryney-Buck.

N° 15.

Wie man den Oocum ^letallorum prce-

pariren soll.Imb rohen ^ncimonlum und Salitter jedes gleich vil/ wird alleszu klaren Pulver geflossen/ und zusammen vermischt / thue es ineinen Mörser/und mit einem brinnendenSpa'ndl zünd man es an/so brennts Augenblicklich wie ein Pulver/wans außgebrennt ist/ sozer-stostman es/wann es kalt worden/zu einemPulver/hernach giest man fri-sches Wasser darauff/ und rührt es wohl untereinander / last es stehen /bißsich die Trübe widerumgesetzt hat/ seyhetman das Wasser ab/ undgiest wider ein frisches darauff / und wiederumb wohl abgerührt undsitzen lassen/ und wieder abgössen / dists soll s. oder 5. mahl geschehen/wann man das letzte Wasser hat abgesyhen/ so thut man das Dicke her-auß auffein Fließ-Papier/und last es trücknen/ und auffdem Stein zuklaren Pulver geriben / dises Pulver nimbt man für einen gewachsenenMenschen 8. oder 9. Gran/ und gibt es ein in wem man will/ oder waichtes über Nacht in einen Wein/ seyhetzu Morgends den klaren Wein ab /und trinckt ein mitters Glckßl voll auß/ dises Pulverpurgiret unter-undüber sich/ ist in denen Fiebern tMich/auch allen Gallsichtigen Menschen/die vil alte verlegte Gall bey sich haben.. So offt es einen bricht/sol-le man allzeit ein Suppen trincken.

>l° 16. Die Lorallen-I'in^ul'zu machen.

^ImbWein-Essig/den muß man abziehen durch ein gla'sernenKolm/2. mahl/das erste mahl last man alles herab /auLeu / biß es gantzdicknm Boden ist/nacher Hut man es widerumbin einen andernKolm/ und abgezogen/ daß von i. Maß i. Seitl herüber gehet / gieß esauffdie CoraUen/und laß es auffeimm warmen Orth stehn/biß sie auff-gelöst seyn/wann die lckhren Hilfen in der Höhe schwimmen/und derEssigkeine Blatter mehr gibt/so giest man ihn ab/und thut einen andern dar-auff/biß genug ist / darnach thut mans wider in einen Kolm / und last esablauffen/biß nichts mehr hergehet / nacher nimbt man es herauß/ undthut es in ein gläserne Retorten / die mit Laim ist/und setz in eine Sand-Capellen/über und über mit Sand verlegt/und die Fürlaß daran/ die er-steWcksserigkeit thut man hinweg/und wider ein andere Furlag für/so ge-het derRauch hinein/und wird zu einem Oel/wann kein Rauch mehr ge-het/so ist es genug / im Anfang gemachs Feuer / und auff die Letzt allweilstckrcker/und laß es so abkühlen/wann es genug ist/und die Fürlag wegge-nommen/ das Oel in ein Glaß gethan/ und wohl vermacht.

N° 17.