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Freywillig-Auffgesprungener Granat-Apffel, Deß Christlichen Samaritans, Oder: Auß Christlicher Lieb deß Nächsten eröffnete Gehaimbnuß, Viler vortrefflichen, sonders bewährten Mitteln, und Wunder-heylsamen Artzneyen, wider unterschiedliche Zuständ und Ubel deß menschlichen Leibs und Lebens : Welche mit sonderbahrem Fleiß, und auff das Heyl des Nächsten allzeit nachdencklicher Sorg, auß viler Artzney-Erfahrner, und berühmter Leib-Arzten, oder Medicin-Doctorn lang gepflogener Erfahrenheit
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auffem Glütl gesetzt/und einHand voll gestossenenHänff-Saamen/ dar-ein gethan/vorhero wohl sieden lassen/und durch ein Tuch drucken/ i»Keller über Nacht stehen lassen / so jetzt sich das Wasser an Boden / als-dann nimbt man das Wasser weg/ und last es sieden / hernach ein wenigneues Wachs darzn gethan / so ist es fertig und gerecht.

N° 28. Für die Waffer-Sucht eine Salben.

SMAn nimbt guten Salve/Rautten/Wegrich/Wachholderbsr / brei-ZM tcn Wegrich / jedes 8.3oth / zerhack und zerstoß alles klein / dannnimb Butter/vermisch es/setz über dasFeuer/ laß kochen/ biß dieKrcluter rauschen / sodann außgeprest / und gerührt biß kalt wird / einenMenschen mit diser Salben wohl geschmiert/ wo er geschwollen ist.

>l° 29.Würm-Salben/für alt und junge Leuth/meiner

Nußschaalen im abnehmenden Mond über den Nabel ge.

legt/ und den Bauch geschmiert.

V Imb -.Pfund Butter /1. Pfund Hirschen - ImHlicht / ein Vier«,

j ling gelbes Wachs/laß zergehen/thue darein Baumöl/Achsen-Gallen/jedes 6. Löffel voll/auss ein kleines Kohlseuer gethan /und dise nachfolgende Stuck darein gerührt / Entzian ein Hand voll/^Iue5 Lparica einer WäUischenNuß groß/Wermuth/Abrutten/Pser-sich-Laub/Hopffen/ Rheinfellkraut/jedes;. Hand voll/alles klein zer-stossen/und ).HäpelKnoblauch klein zerhackt,denSaffiaußgepreft/alleSzu einer Salben gemacht/ ist bewehrt / die Wurm müssen sterben.

51° Z O. Ein gute Wind-Salben.

^ImbFemchl/Dillen/Kümmcl/alles grüner mit demSaamen/jedesi.Hand voU/großund kleinen Nachtschatten/Körbelkraut/ jedesz.Hand voll / zerhack und zerstoß alles untereinander/ gieß einGcitl Spanischen oder andern starcken Wein daran/ laß iz. Tag alsovermacht im Keller stehen/hernach nimb ungewaschenen Butter/ wannes seyn kan/ wäre der Map-Butter am besten/ zerlaß den Bntter / rüh-re obbemeldte Krckuter darein / laß kochen / biß der Wein und untereFeuchtigkeiten ver sotten/ das muß man also probiren/man last etlicheTropffen ins Feuer fallen/wann es sich ohne Praßlen gleich entzündet/so ists genug / preß auß durch ein sauberS Tuch / hebe es auff. Wannmandie Wmd empfindet/ so macht man die Salben ein wenig warm/und schmiert vsm Creutz hinab biß in die Reyhe auff beedcn Scyten / eshllfft sar wohl/ist gewiß eine hauptsächliche Salben / wan man gleich die

Wind