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Anleitung für den geringen Mann in Städten und auf dem Lande in Absicht auf seine Gesundheit
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619
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und Quacksalbern. 619

Zeit zu Zeit einen Kranken gesund machen, derschon unter den Händen der geschicktesten Aerztegewesen ist. Oft suchen Kranke von derjenigenClasse, wobey die Marktschreyer am meisten Ein«gang haben, (entweder weil sie sich der Behand-lung, die ihre Krankheit erfordert, nicht unterwer-fen wollen, oder weil ein wahrer Arzt wegen ihresdummen Eigensinns die Eur nicht fortsetzen will,)solche ieute auf, die ihnen eine geschwinde Gene-sung versprechen, und Mittel wagen, die für man-che tödtlich sind, zuweilen aber auch einen, derKräfte genug hat zu widerstehen, etwas geschwin-der heilen, als ein wahrer Arzt gethan habenwürde. Es ist leider! gar zu leicht, aus allenKirchspielen Verzeichnisse zusammen zu bringen,welche die Wahrheit aller dieser Säße augenschein-lich beweisen würden.

§. 61;.

Das Ansehen des Marktschreyers, um wel-chen fünf bis sechshundert Bauren, mit aufge-sperrten Augen und Munde, herum stehen, undsich sehr glücklich schätzen, wenn es ihm beliebt, sieum ihr nothwendiges Geld zu betrügen, und sich einMittel, dessen vorzüglichste Eigenschaft darin be-stehen würde, unwürksam zu seyn, fünfzehn biszwanzigmal zu theuer bezahlen zu lassen; das An-sehen eines solchen geduldeten Spitzbuben, sage ich,würde bald fallen, wenn man einen j?den von sei-nen Zuhörern von der gewissen Wahrheit überzeu-gen