Von den Schleichkrankheiten. 6oi
Fette, gesalzene und geräucherte Speisen;durch langes liegen zu mürbe gewordenes und halbangegangenes Fleisch; schleimichte und teigichteNahrungsmittel, übersteigen die Kräfte ihres Ma-gens und der andern Eingeweide. Saure Speisenschwächen sie.
Sie müssen sich für allzuvieles Trinken hüten,denn es vermehrt ihre Schwachheit. Reines Was-ser ist für sie das dienlichste Getränk, ieben siean Ocrtern, wo man nur schlechtes Wasser hat, sokönnen sie es durch eine etwas bittre Tisane er«setzen; z. E. aus Wachholderwurzel,welche anstattaller andern gebraucht werden kann. Alle warmgetrunkene Infusionen, sie mögen in noch so gros»sein Rufe stehen; und alle hitzige Getränke, siemögen Namen haben wie sie wollen, sind ihnenschädlich, obschon eins mehr als das andere. DieWeine, die weder sauer, nochgeistig, sondern ölicht,nahrhaft und stärkend sind, und von Zeit zu Zeitin geringer Dose genommen werden, sind daseinzige künstliche Getränk, davon sie Gebrauch ma«chen müssen.
Zu Abend müssen sie sehr wenig und sehrleichte Speisen essen, frühzeitig zu Bette gehen,und des Morgens frühe wieder aufstehen. Nichtsist würksamer, die verlohrnen Kräfte zu ersetzen,als e en dies.
Sie müssen sich für eine warme und einge»
schlosine lust hüten; die Unthatigkeit ist ihr Tod.
Nächst der Mäßigkeit sind diese beyden Mittel die
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